Aachen schafft bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende mit neuem Wohnheim
Hans-Werner RöhrichtAachen schafft bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende mit neuem Wohnheim
Aachen eröffnet neues Wohnheim speziell für Auszubildende
In Aachen soll demnächst ein neues Wohnheim eröffnet werden, das speziell auf die Bedürfnisse von Auszubildenden zugeschnitten ist. Betrieben wird die Einrichtung von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewoge und soll junge Lehrlinge bei den hohen Lebenshaltungskosten entlasten. Mit 112 Plätzen werden die ersten Mieter im April einziehen.
Die monatliche Miete beträgt 375 Euro – inklusive aller Nebenkosten. Voraussetzung für einen Platz ist ein gültiger Ausbildungsvertrag in Aachen sowie die Vorlage eines Schuldenfreiheitsnachweises. Primär richtet sich das Angebot an Auszubildende, doch einige Wohnungen werden auch an Berechtigte mit Wohnberechtigungsschein vergeben, während wenige Einheiten zu marktüblichen Konditionen angeboten werden.
Viele Azubis in der Region haben derzeit mit langen Pendelwegen zu kämpfen, da bezahlbarer Wohnraum in der Stadt Mangelware ist. Die hohen Mieten halten manche sogar davon ab, eine Ausbildung in Aachen überhaupt anzutreten. Neben dem Wohnheim entsteht zudem ein neuer Ausbildungsverbund, der zusätzliche Unterstützung für Lehrlinge bieten soll.
Falls das Pilotprojekt erfolgreich verläuft, plant die Gewoge eine Ausweitung des Konzepts. Zwar stehen konkrete Zahlen noch nicht fest, doch das Unternehmen beabsichtigt, weitere Wohnheime dieser Art zu bauen – die Nachfrage wird bereits jetzt die 112 verfügbaren Plätze übersteigen.
Die Eröffnung des Wohnheims ist ein wichtiger Schritt, um die Wohnungsnot für Auszubildende in Aachen zu lindern. Mit dem Einzug der ersten Bewohner wird sich zeigen, ob bezahlbarer Wohnraum helfen kann, mehr junge Menschen für eine Ausbildung in der Region zu gewinnen und langfristig zu halten.
Einzugsverzögerung bis Mai 2026, Bewerbungen bis 27. Februar
Das Ausbildungswohnungsprojekt in Aachen hat seinen Zeitplan angepasst. Der Einzug für die 112 Einheiten ist nun für Mai 2026 erwartet, einen Monat später als zuvor angekündigt. Bewerbungen bis 27. Februar sind für Personen mit gültigen Ausbildungsverträgen und keinen negativen SCHUFA-Einträgen möglich. Minderjährige müssen zusätzlich die Unterschriften ihrer Eltern für Verträge vorlegen.






