Adobe übernimmt Semrush für 400 Millionen Euro nach Kartellfreigabe
Adobes geplante 400-Millionen-Euro-Übernahme von Semrush erhält grünes Licht vom Bundeskartellamt
Die für Anfang 2026 geplante Übernahme des SEO-Spezialisten Semrush durch Adobe im Wert von rund 400 Millionen Euro ist vom Bundeskartellamt genehmigt worden. Durch den Deal sollen Adobes Tools für kreatives Gestalten und Content-Management mit Semrushs Expertise in Suchmaschinen- und KI-gestützter Optimierung kombiniert werden.
Die Wettbewerbshüter prüften mögliche Bedenken hinsichtlich einer marktbeherrschenden Stellung, fanden jedoch keine Hinweise auf eine Einschränkung des Wettbewerbs in den Bereichen Answer-Engine-Optimierung (AEO) oder Content-Management.
Adobe ist vor allem für Software wie Photoshop und PDF-Tools bekannt, betätigt sich aber auch im Digitalmarketing – etwa mit der Plattform Adobe Experience Manager. Semrush hingegen hat sich auf Online-Sichtbarkeit spezialisiert und bietet Lösungen für Suchmaschinenoptimierung (SEO) an. Zuletzt erweiterte das Unternehmen sein Portfolio um KI-Chatbot-Optimierung für Plattformen wie ChatGPT.
Das Bundeskartellamt leitete die Prüfung des Zusammenschlusses am 20. März 2026 ein und untersuchte, ob die Fusion den Wettbewerb einschränken würde. Nach Befragungen von Kunden und Konkurrenten kamen die Behörden zu dem Schluss, dass ausreichend Alternativen – darunter Anbieter wie SAP, HubSpot und Microsoft – für einen funktionsfähigen Wettbewerb sorgen. Beide Unternehmen waren bereits vor der Übernahme führend in ihren jeweiligen Bereichen: Adobe im Content-Management, Semrush in SEO und aufstrebenden KI-gestützten Tools.
Die Übernahme soll Adobes Position in der wachsenden Answer-Engine-Optimierung stärken, einem Feld, in dem Semrush spezialisierte Lösungen entwickelt hat. Da keine Risiken für Wettbewerbsverzerrungen festgestellt wurden, erfolgte die Freigabe ohne Auflagen.
Semrush wird für über 400 Millionen Euro in Adobes Portfolio integriert. Die Kartellbehörde bestätigte, dass der Wettbewerb im Content-Management und in der AEO weiterhin intakt bleibe. Durch die gebündelten Angebote dürften Adobes Fähigkeiten im Digitalmarketing und in der KI-basierten Suchoptimierung bis Anfang 2026 deutlich ausgebaut werden.






