Asien führt im globalen Batterie-Wettlauf – Europa droht der Rückstand
Sergio KarzAsien führt im globalen Batterie-Wettlauf – Europa droht der Rückstand
Eine neue Studie unterstreicht den wachsenden Wettbewerb im Bereich Batterietechnologien. Forscher deutscher und britischer Universitäten sowie des Fraunhofer FFB haben globale Innovationsstrategien untersucht. Ihre Ergebnisse zeigen, dass Asien bei der Entwicklung der nächsten Batteriegeneration die Nase vorn hat, während Europa und die USA sich auf die Verbesserung bestehender Lithium-Ionen-Systeme konzentrieren.
Die Studie verglich Patente und Innovationsansätze in China, Japan, Südkorea, Europa und den USA. Japan und Südkorea setzen vorrangig auf Hochenergiebatterien, während China sowohl in Hochenergie- als auch in kostengünstige Lösungen investiert. Europa und die USA hingegen optimieren Technologien entlang der bestehenden Lithium-Ionen-Wertschöpfungskette.
André Hemmelder wies darauf hin, dass diese Innovationsstrategien politische Prioritäten und geostrategische Konkurrenz widerspiegeln. Die Lücke bei zukünftigen Batterietechnologien könnte sich weiter vergrößern und Europa sowie den USA den Verlust technologischer Autonomie drohen. Professor Stephan von Delft schlug vor, die Investitionen in zukünftige Batterie-Wertschöpfungsketten zu erhöhen und den Wissensaustausch mit asiatischen Führungsmächten zu intensivieren.
Batterien der nächsten Generation sind entscheidend für die Energiewende und die Mobilitätswende. Ohne gezielte Maßnahmen könnten Europa und die USA in diesem zentralen Sektor den Anschluss an Asien verlieren. Die Studie betont die Notwendigkeit strategischer Kurswechsel, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
