05 April 2026, 00:49

Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus: BUND NRW stoppt Pläne per Eilantrag

Ein deutsches Propagandaplakat aus dem Zweiten Weltkrieg, das zwei Männer bei der Arbeit an Metall mit Schutzbrillen zeigt, mit der Aufschrift "Helfer, nimm auch die Schutzbrille" oben.

Gericht entscheidet über Transport von Atommüll - Atommüll-Transporte von Jülich nach Ahaus: BUND NRW stoppt Pläne per Eilantrag

Pläne zur Verlegung von Atommüll vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus stoßen auf rechtliche Widerstände der Umweltorganisation BUND NRW. Die Organisation fordert einen Stopp der Transporte, bis ein Gericht über Sicherheitsbedenken entschieden hat. Die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) hält dennoch an ihrem Ziel fest, die Verbringung noch vor Jahresende zu beginnen.

BUND NRW hat einen Eilantrag gestellt, um die aufschiebende Wirkung seines Widerspruchs gegen die Transportgenehmigung wiederherzustellen. Die Umweltschützer argumentieren, dass die Umsiedlung keine echten Sicherheitsverbesserungen bringe. Zudem fehle es den geplanten Transporten an ausreichenden Schutzmaßnahmen.

Das Verwaltungsgericht Berlin wird über den Antrag bis Dezember entscheiden. Falls das Gericht BUND Recht gibt, wären die Transporte rechtlich nicht mehr durchsetzbar. Bis dahin wird kein Atommüll verlagert.

Die JEN hat keine Details zu früheren Castor-Transporten preisgegeben. Lediglich ein Hinweis auf die bevorstehende Verbringung der Behälter von Jülich nach Ahaus liegt vor.

Die Gerichtsentscheidung wird darüber bestimmen, ob die Transporte stattfinden. BUND besteht darauf, dass vor einem Urteil keine Verbringungen erfolgen dürfen. Das Ergebnis wird den Zeitplan für die Umsiedlung des Atommülls maßgeblich beeinflussen.

AKTUALISIERUNG

First Atommüll Transport to Ahaus Proceeds Despite Legal Dispute

The first Castor transport from Jülich to Ahaus occurred on 24 March 2026, bypassing the pending Berlin court ruling. This action suggests the court either rejected BUND NRW's Eilantrag or allowed the transport to proceed. Protests intensified with planned demonstrations in Jülich and Ahaus, including a 24-hour vigil at the interim storage site.