18 April 2026, 10:17

Bayer muss 185 Millionen Dollar wegen giftiger Monsanto-Chemikalien zahlen

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Bayer muss 185 Millionen Dollar wegen giftiger Monsanto-Chemikalien zahlen

Ein Gericht hat den Bayer-Konzern zur Zahlung von 185 Millionen US-Dollar Schadensersatz verurteilt, nachdem es drei Lehrkräften recht gab, die an einer Schule im Bundesstaat Washington giftigen Chemikalien ausgesetzt waren. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht PCB, ein längst verbotener Stoff, der einst vom Unternehmen Monsanto hergestellt wurde – das Bayer 2018 übernahm. Das Urteil erhöht den Druck auf den Konzern, der sich bereits mit weiteren Rechtsstreitigkeiten und finanzieller Überprüfung konfrontiert sieht.

Das Oberste Gericht des Bundesstaats Washington sprach den drei Lehrern die Entschädigung zu, die behaupten, durch PCB-Belastung am Sky Valley Education Center in Monroe Hirnschäden erlitten zu haben. Die Chemikalie Polychlorierte Biphenyle (PCB) wurde in den USA 1977 verboten – im selben Jahr, in dem Monsanto ihre Produktion einstellte. Dennoch wirkt ihr giftiges Erbe nach: Über 200 Personen machen gesundheitliche Beeinträchtigungen geltend, die sie mit der Verunreinigung der Schule in Verbindung bringen.

Bayer, das heute für die Altlasten von Monsanto haftet, hat die meisten Klagen im Zusammenhang mit der Schule durch Vergleich beigelegt, doch der Fall Erickson sowie acht laufende Berufungsverfahren blieben ausgenommen. Der Konzern fechtet auch das jüngste Urteil an und argumentiert, die gerichtliche Bewertung verstoße gegen die Verfassung der USA. Während Bayer seine nächsten Schritte prüft, bleiben rechtliche Optionen in der Schwebe.

Unterdessen geht Monsanto in Missouri selbst juristisch gegen ehemalige PCB-Kunden vor, um Prozesskosten zurückzufordern, die mit Schadensersatzforderungen wegen Belastung zusammenhängen. Die finanzielle Belastung zeigt sich auch in der Aktienperformance von Bayer: Analysten raten Aktionären zum Handeln. Ein Bericht vom 30. Oktober bewertete, ob Anleger angesichts der wachsenden rechtlichen und finanziellen Herausforderungen kaufen oder verkaufen sollten.

Die 185-Millionen-Dollar-Zahlung stellt einen weiteren Rückschlag für Bayer dar, das mit dem toxischen Erbe von Monsanto kämpft. Mit acht ausstehenden Berufungsverfahren und über 200 Klägern sind die juristischen und finanziellen Herausforderungen des Konzerns noch lange nicht bewältigt. Die Aktionäre stehen nun vor entscheidenden Weichenstellungen, während sich die Folgen der PCB-Belastung weiter entfalten.

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