Belgischer Investor kauft insolventes Hagen-Papierwerk für 30 Millionen Euro
Gernot GertzBelgischer Investor kauft insolventes Hagen-Papierwerk für 30 Millionen Euro
Das ehemalige Kabel Premium Pulp & Paper-Werk in Hagen wurde für rund 30 Millionen Euro an den belgischen Projektentwickler VGP verkauft. Der Deal folgt auf das im Juni 2025 eingeleitete Insolvenzverfahren, das zum Verlust von 420 Arbeitsplätzen auf dem historischen Gelände führte.
Das 280.000 Quadratmeter große Areal im Norden Hagens, unweit der Autobahn A1, beherbergte einst eine Papierfabrik mit fast 130 Jahren Produktionsgeschichte. Nach der durch die Insolvenz erzwungenen Schließung suchte die Stadt einen Käufer, um das Gelände neu zu beleben.
Der Immobiliendienstleister VGP plant nun, das Gelände in einen modernen Gewerbe- und Industriepark umzuwandeln. Das Projekt soll Produktions-, Leichtindustriebetrieben und Logistikunternehmen Platz bieten. Noch in Kürze beginnen die Abrissarbeiten der bestehenden Bauten – der erste Schritt der Neugestaltung.
Für VGP handelt es sich um den ersten Gewerbepark in Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen setzt bei den Neubauten auf nachhaltige Bauweise. Die Stadt Hagen, vertreten durch ihre Wirtschaftsförderungsgesellschaft, wird eng in die Planung einbezogen.
Der Verkauf weckt Hoffnungen auf neue Arbeitsplätze in der Region. Mit der Investition will VGP aus dem ehemaligen Werk ein funktionales Industriezentrum machen. Die Bau- und Abrissarbeiten sollen in naher Zukunft starten.






