Bergisch Gladbach will Strunde-Fluss auf Zanders-Gelände renaturieren – Millionenförderung beantragt
Gernot GertzBergisch Gladbach will Strunde-Fluss auf Zanders-Gelände renaturieren – Millionenförderung beantragt
Bergisch Gladbach treibt die Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Zanders-Industriegelände voran. Der Stadtrat hat beschlossen, sich an einem Bundesförderprogramm zu beteiligen, das Städte bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen soll. Bei einer Bewilligung könnte das Projekt bis zu 5,4 Millionen Euro an Förderung erhalten.
Die Stadt wird nun offiziell ihr Interesse am Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ bekunden. Dieser Schritt ist Voraussetzung, um Mittel für die Freilegung und Renaturierung des seit langem verrohrten Strunde-Flusses zu beantragen. Die Gesamtkosten werden auf etwa 6,75 Millionen Euro geschätzt, wobei der Bund bis zu 80 Prozent der Ausgaben übernehmen könnte.
Die verbleibenden 20 Prozent würden aus den Sondervermögen der Stadt stammen. Die endgültige Entscheidung über die Förderung liegt jedoch beim Haushaltsausschuss des Bundestags, der voraussichtlich erst Ende 2026 über die Projektauswahl entscheiden wird.
Lokale Politiker haben bereits mit der Werbung für Unterstützung begonnen. Klaus W. Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, hat die Bergisch Gladbacher Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach aufgefordert, sich in Berlin für das Vorhaben einzusetzen. Andreas Ebert, sprecher für Stadtentwicklung der SPD, zeigt sich zuversichtlich, dass der Ausschuss die Mittel bewilligen wird.
Theresia Meinhardt, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, ist überzeugt, dass der renaturierte Fluss das Zanders-Gelände grundlegend verändern könnte. Sie erwartet, dass das Projekt dem Areal eine neue Identität und ein eigenes Gesicht verleiht.
Die Beteiligung der Stadt am Bundesprogramm markiert einen wichtigen Schritt zur Wiederbelebung der Strunde. Bei Erfolg würde das Vorhaben das Zanders-Gelände neu gestalten – finanziert durch eine Mischung aus Bundes- und Kommunalmitteln. Eine endgültige Entscheidung über die Förderung steht jedoch frühestens Ende 2026 an.






