Berlin feiert Newroz erstmals offiziell – ein Fest zwischen Tradition und Widerstand
Hans-Werner RöhrichtBerlin feiert Newroz erstmals offiziell – ein Fest zwischen Tradition und Widerstand
Berlin feiert in diesem Jahr erstmals offiziell Newroz – an zwei großen Kulturstandorten
Das Humboldt Forum und das Haus der Kulturen der Welt begehen das Fest mit besonderen Veranstaltungen. Newroz, eine jahrhundertealte Tradition, ist in Ländern wie dem Iran und Afghanistan weiterhin verboten – was den diesjährigen Feiern in Berlin eine besondere Bedeutung verleiht.
Das Humboldt Forum widmet dem Fest einen ganzen Tag und arbeitet dabei mit sieben Berliner Vereinen zusammen. Besucher können Drachen basteln, Eier bemalen und an traditionellen Tänzen teilnehmen. Auf dem Programm stehen zudem klassische Musik, kurdische Rockauftritte und eine Podiumsdiskussion über die kulturelle Bedeutung des Festes.
Im Haus der Kulturen der Welt rückt dagegen die persische Kultur und die Arbeit von Künstlerinnen in den Fokus. Die Kuratorin der Veranstaltung beschrieb Newroz als einen Akt des Widerstands gegen die anhaltende Unterdrückung des Festes im Iran. Die diesjährige Feier stellt den Iran in den Mittelpunkt und würdigt seine Traditionen – trotz des Verbots.
Auch das Gorki Theater und der Oranienplatz begehen Newroz, und am Freitag sind weitere Veranstaltungen am Waterloo Ufer 7 geplant. Das Fest, das weltweit von rund 300 Millionen Menschen gefeiert wird, hat tiefe Bedeutung für Gemeinschaften im Iran, in Afghanistan, Zentralasien, dem Kaukasus sowie für Diaspora-Gruppen in Europa und Nordamerika.
Berlins erste offizielle Newroz-Feiern vereinen Musik, Tanz und Diskussionen unter einem Dach. Die Veranstaltungen spiegeln die anhaltende kulturelle Prägung des Festes wider – selbst dort, wo es Einschränkungen unterliegt. Beide Häuser möchten Traditionen zeigen, die Millionen Menschen über Grenzen hinweg verbinden.






