08 May 2026, 06:18

Bielefelder Bande soll jahrelang Kunden mit Fake-Rechnungen betrogen haben

Ein Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen anprangert, die Familien monatlich Hunderte Dollar kosten können.

Betrugsvorwürfe: Überteuerte Rechnungen, Kein Service - Bielefelder Bande soll jahrelang Kunden mit Fake-Rechnungen betrogen haben

Fünf Personen aus Bielefeld müssen sich wegen des Vorwurfs der bandenmäßigen Betrugs über einen langen Zeitraum hinweg vor Gericht verantworten. Die Gruppe soll demnach überteuerte Rechnungen für Schädlingsbekämpfung und Rohrreinigungen ausgestellt haben, die angebotenen Leistungen jedoch nur selten ordnungsgemäß erbracht haben. Die Polizei nahm die Verdächtigen im September 2024 fest, nachdem mehr als 400 Kundenbeschwerden eingegangen waren.

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Die Bande wird beschuldigt, seit 2018 ein Unternehmen betrieben zu haben, das Schlüsselnotdienste, Rohrreinigungen und Schädlingsbekämpfung anbot. Innerhalb von sechs Jahren sollen sie 167 betrügerische Handlungen begangen und dabei einen Schaden von rund 113.500 Euro verursacht haben. Die Ermittler gehen jedoch davon aus, dass dies nur ein Bruchteil ihrer Aktivitäten darstellt, und vermuten mögliche Verbindungen zu anderen kriminellen Gruppen in ganz Deutschland.

Die fünf Angeklagten hätten sich den Ermittlungen zufolge meist im Hintergrund gehalten und nur gelegentlich selbst Dienstleistungen erbracht. Stattdessen setzten sie Arbeiter ein, denen es an der nötigen Qualifikation mangelte. Diese verlangten zwar sofortige Bar- oder Kartenzahlungen, ließen die Arbeiten aber häufig unvollendet oder verursachten zusätzliche Schäden.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Gruppe gewerbsmäßigen Bandenbetrug vor. Der Fall wird derzeit vor dem Landgericht Bielefeld verhandelt, doch alle fünf Beschuldigten befinden sich weiterhin auf freiem Fuß. Nur einer von ihnen hat während der Ermittlungen eine Aussage gemacht.

Im Prozess soll das volle Ausmaß der kriminellen Machenschaften der Bande aufgeklärt werden, einschließlich möglicher Verbindungen zu überregionalen kriminellen Netzwerken. Angesichts von über 400 eingegangenen Beschwerden prüfen die Ermittler weiterhin, ob es neben den 167 bestätigten Fällen noch weitere Geschädigte gibt.

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