19 March 2026, 20:19

Bochum ringt um faire Taxipreise im Kampf gegen Uber und Co.

Pferdewagen mit zwei Passagieren, umgeben von Bäumen, mit dem Text "eine Fahrt in die Stadt" unten.

Bochum ringt um faire Taxipreise im Kampf gegen Uber und Co.

In Bochum wird derzeit eine Überprüfung der Taxitarifregelungen vorgenommen, um auf die Konkurrenz durch Fahrvermittlungsdienste wie Uber zu reagieren. Die von SPD und Grünen geführte Stadtverwaltung hat einen Kompromissvorschlag vorgelegt, der einheitliche Höchstpreise für sowohl Taxis als auch appbasierte Anbieter festlegen soll. Die Freie Demokratische Partei (FDP) hingegen setzt sich für noch mehr Flexibilität ein und argumentiert, dass Taxifahrer:innen mit Kund:innen vor der Fahrt Festpreise aushandeln dürfen sollten.

Die Debatte in Bochum entzündete sich, nachdem die FDP vorgeschlagen hatte, dass Taxis niedrigere, im Voraus vereinbarte Preise anbieten könnten – ähnlich wie bei Uber. Die Partei behauptet, dieser Ansatz würde traditionellen Taxiunternehmen helfen, wettbewerbsfähiger zu werden. Um die Idee weiter zu prüfen, hat die Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse nach der Sommerpause erwartet werden.

Anders als in Essen, wo die von der CDU angeführte Opposition einen Mindestpreis von 2,20 Euro pro Kilometer ausschließlich für Taxis durchsetzte, sieht der Bochumer Vorschlag vor, die Preise für alle Anbieter auf maximal 2,50 Euro pro Kilometer am Tag und 3,50 Euro in der Nacht zu begrenzen. Diese Regelung würde ab März 2026 sowohl für Taxis als auch für Fahrvermittlungs-Apps gelten. Die FDP könnte ihre Kampagne jedoch noch verschärfen und eine Petition starten, da sie behauptet, ihre Position werde von der Bevölkerung breit unterstützt.

Die Stadtverwaltung zeigt sich weiterhin offen für Anpassungen der Vorschriften, was auf eine mögliche Neuausrichtung der Taxipreispolitik hindeutet.

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Mit der geplanten Preisobergrenze will Bochum einen Ausgleich zwischen Taxis und Fahrvermittlungsdiensten schaffen. Sollte sich der FDP-Druck auf mehr Flexibilität durchsetzen, könnten – abhängig von den Empfehlungen des Gutachtens – weitere Änderungen folgen. Das Ergebnis könnte wegweisend dafür sein, wie andere deutsche Städte ähnliche Konflikte regeln.

Quelle