Bürokratie kostet deutsche Unternehmen 146 Milliarden Euro jährlich – KMU fordern Reformen
Elsa SteyBürokratie kostet deutsche Unternehmen 146 Milliarden Euro jährlich – KMU fordern Reformen
Bürokratie kostet deutsche Unternehmen 146 Milliarden Euro pro Jahr
Ein neuer Bericht zeigt: IT-Dienstleister tragen eine doppelte Last – sowohl im eigenen Betrieb als auch bei der Beratung ihrer Kunden. Experten fordern nun dringend Reformen, um den bürokratischen Aufwand zu verringern und Prozesse zu verschlanken.
Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) kämpfen mit übermäßigem Papierkram. 95 Prozent der Firmen nennen die Bürokratieabbau als zentrale Priorität für die Politik. Unternehmer beschreiben das System als zeitraubend, teuer und schwer durchschaubar. Besonders betroffen sind IT-Dienstleister, die nicht nur eigene Vorschriften einhalten müssen, sondern auch ihre Kunden durch komplexe Compliance-Regeln begleiten.
Dr. Annette Icks, Projektleiterin am Institut für Mittelstandsforschung, forscht zu Digitalisierung, Arbeitsmarktpolitik und den Herausforderungen von KMU. Sie plädiert für einen Wandel hin zu einer vertrauensbasierten Steuerung und einen stärkeren Einsatz von KI, um Datenerfassung zu automatisieren. In einem aktuellen Podcast forderte sie zudem ein Ende des „Gold Plating“ – der Praxis, unnötige Regelungsebenen einzuführen.
Manuel Liesenfeld, Senior Director Public Sector beim Bechtle Systemhaus, betonte, dass Digitalisierung der Schlüssel zur Bürokratieentlastung sei. Sven Wortmann, Aufsichtsratsmitglied der Wortmann AG, pflichtete ihm bei und wies darauf hin, dass ineffiziente Abläufe das Wachstum der Tech-Branche bremsen.
Die Forderungen nach Reformen werden lauter: Unternehmen verlangen einfachere, transparente Regelungen. KI und Digitalisierung gelten als zentrale Hebel, um Kosten zu senken und Zeit zu sparen. Werden die Änderungen umgesetzt, könnte das die Belastung für KMU und IT-Dienstleister in ganz Deutschland spürbar verringern.






