22 March 2026, 20:31

Drei Industriekultur-Netzwerke bündeln Kräfte für gemeinsames Erbe

Roter und weißer Zug auf Museumsdiorama umgeben von Besuchern und Informationsschildern.

Drei Industriekultur-Netzwerke bündeln Kräfte für gemeinsames Erbe

Drei große Netzwerke des industriellen Erbes haben sich zusammengeschlossen, um ihre gemeinsame Geschichte zu stärken. Industriekultur Bergisches Land, WasserEisenLand und die Route der Industriekultur unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung, um Forschung, Tourismus und kulturelle Projekte voranzutreiben. Ziel der Partnerschaft ist es, Besuchern durch die Vernetzung des Bergischen Landes, Südwestfalens und des Ruhrgebiets neue Angebote zu schaffen.

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Die Unterzeichnung fand im LVR-Industriemuseum Hendrichs-Druckhammer in Solingen statt. Sandra Brauer, Direktorin des Bergischen Museums, vertrat bei der Zeremonie das Netzwerk Industriekultur Bergisches Land. Dieses widmet sich der Bewahrung und Förderung der industriellen Vergangenheit der Region durch Forschung, Dokumentation und Besuchererlebnisse.

Die drei Organisationen planen bis 2026 gemeinsame Veranstaltungen und Publikationen. Ihr Ziel ist die Entwicklung grenzüberschreitender Projekte, die das gemeinsame industrielle Erbe der Regionen in den Mittelpunkt stellen. Zentrale Stätten wie das Bergische Museum, das UNESCO-geschützte Steinkohlebergwerk Zollverein in Essen und der Gasometer Oberhausen werden dabei eine Schlüsselrolle spielen.

Die Route der Industriekultur im Ruhrgebiet allein umfasst 27 bedeutende Ankerpunkte, darunter der Zechenpark Friedrich Heinrich und der Chemiepark Marl, einer der größten Chemiestandorte Deutschlands. Sowohl die Europäische Route der Industriekultur (ERIH) als auch der Bundesverband der Industriekultur Deutschland (BIKD) unterstützen die Initiative und loben ihr Potenzial, den Kulturtourismus zu bereichern.

Die Vereinbarung verbindet drei Regionen mit tiefen industriellen Wurzeln durch geteiltes Wissen, Ressourcen und touristische Bemühungen. Ab 2026 sollen gemeinsame Projekte und Veranstaltungen starten, die Besuchern einen umfassenderen Einblick in die deutsche Industriegeschichte bieten. Die Partnerschaft festigt zudem die Zusammenarbeit zwischen Denkmälern, Museen und Forschungseinrichtungen in den beteiligten Gebieten.

Quelle