Drei Mönchengladbacher Polizeichefs wegen Mobbing und sexualisierter Sprache suspendiert
Sergio KarzDrei Mönchengladbacher Polizeichefs wegen Mobbing und sexualisierter Sprache suspendiert
Drei hochrangige Polizeibeamte in Mönchengladbach sehen sich schweren Vorwürfen wegen Fehlverhaltens ausgesetzt. Die Anschuldigungen kamen erstmals Mitte April im örtlichen Polizeipräsidium auf. Die Behörden haben inzwischen ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Die Vorwürfe umfassen grenzüberschreitendes Fehlverhalten, darunter Mobbing, sexualisierte Sprache und unangemessenes Verhalten gegenüber Kollegen. Die mutmaßlichen Taten reichen mehrere Jahre zurück, wobei die Opfer nach Angaben zwischen 20 und 40 Jahre alt sein sollen. Alle drei beschuldigten Beamten sind männlich und bekleiden Führungspositionen innerhalb einer 18-köpfigen Einheit.
Die drei wurden vorläufig vom Dienst suspendiert, während die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach den Fall prüft. Polizepräsident Stephan Zenker hat das Problem intern angesprochen. Zudem gab es weitere Vorwürfe gegen andere Beamte derselben Einheit, allerdings ohne dass es dort zu Suspendierungen kam.
Patrick Schlüter, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), betonte die Notwendigkeit einer umfassenden Aufklärung. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die Beamten bis zum Beweis ihrer Schuld als unschuldig gelten.
Die Ermittlungen laufen noch; die Staatsanwaltschaft untersucht das Verhalten mehrerer Beschuldigter. Das Ergebnis wird entscheiden, ob weitere disziplinarische oder rechtliche Schritte folgen. Der Fall wirft Fragen zur Arbeitskultur innerhalb der Einheit auf.






