Elektrische Baumaschinen sollen CO₂-Emissionen auf Großbaustellen halbieren
Elsa SteyElektrische Baumaschinen sollen CO₂-Emissionen auf Großbaustellen halbieren
Ein neues Projekt will die Emissionen auf Baustellen drastisch reduzieren – durch den Umstieg auf elektrische Maschinen. Allein auf einer 16 Kilometer langen Baustelle ließen sich so bis zu 960 Tonnen CO₂ einsparen. Doch hohe Kosten und eine noch unzureichende Ladeinfrastruktur bremsen die flächendeckende Einführung bisher aus.
Die Initiative „VoltaVia“ erprobt derzeit Wege, um Baustellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu elektrifizieren. Unter der Leitung des PEM-Teams der RWTH Aachen und des Unternehmens Zeppelin Rental soll das zweijährige Projekt praxistaugliche Lösungen für den Einsatz im Alltag entwickeln. Ziel ist es, zu beweisen, dass eine großflächige Elektrifizierung machbar ist.
Für viele Dieselmaskinen gibt es bereits elektrische Alternativen – oder entsprechende Modelle befinden sich in der Entwicklung. Batteriebetriebene Geräte dürften den Markt in naher Zukunft dominieren. Sie sind einfacher zu bedienen und in der Wartung günstiger als dieselbetriebene Maschinen.
Bei schwerem Gerät mit hohem Energiebedarf könnte Wasserstoff langfristig die Lösung sein. Aktuell bieten jedoch batteriebetriebene Elektromaschinen den schnellsten Weg, um die Emissionen deutlich zu senken. Das Projekt betont, dass elektrische Maschinen deutlich weniger Schadstoffe ausstoßen als herkömmliche Dieselgeräte.
Gelingt das „VoltaVia“-Projekt, könnte es den Weg zu saubereren Baustellen ebnen. Der Wandel würde nicht nur den CO₂-Ausstoß verringern, sondern langfristig auch die Betriebskosten senken. Dennoch bleiben die Überwindung der Investitionshürden und der Ausbau der Ladestationen entscheidend für eine breitere Akzeptanz.






