16 March 2026, 16:24

Erzbistum Köln meldet mehr Erwachsenentaufen und steigende Messbesucherzahlen 2025

Ein altes Dokument mit einer Zeichnung der St. Erasmus Kirche, umgeben von Bäumen und Himmel, unterzeichnet von der deutschen Regierung.

Kirchenaustritte in NRW leicht gesunken - Erzbistum Köln meldet mehr Erwachsenentaufen und steigende Messbesucherzahlen 2025

Erzbistum Köln verzeichnet mehr Erwachsenentaufen und höheren Gottesdienstbesuch im Jahr 2025

Das Erzbistum Köln meldet einen Anstieg der Erwachsenentaufen und der Messbesucherzahlen für das Jahr 2025. Zwar haben weniger Menschen die katholische Kirche verlassen als im Vorjahr, doch die Gesamtzahl der Mitglieder ging weiter zurück. Generalvikar Guido Assmann bezeichnete die Entwicklungen als ermutigend, während Experten die Gesamtlage weiterhin mit Zurückhaltung betrachten.

Im Jahr 2025 stiegen die Erwachsenentaufen im Erzbistum Köln von 199 auf 315. Auch der Besuch der sonntäglichen Heiligen Messe nahm zu: Die Zahlen erhöhten sich von 90.694 auf 94.638 – das entspricht im Durchschnitt sechs Prozent der Katholiken im Bistum. Generalvikar Guido Assmann hob diese Steigerungen als positive Signale inmitten größerer Herausforderungen hervor.

In ganz Nordrhein-Westfalen sank die Zahl der Kirchenaustritte aus der katholischen Kirche von 86.946 im Jahr 2024 auf 84.440 im Jahr 2025. Die Gesamtzahl der Austritte aus beiden großen Kirchen – katholisch und evangelisch – in der Region verringerte sich im gleichen Zeitraum von 160.469 auf 152.783. Trotz dieses Rückgangs schrumpfte die katholische Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen von 5,8 Millionen auf 5,6 Millionen. Allein im Erzbistum Köln ging die Mitgliederzahl bis Ende 2025 auf etwa 1,5 Millionen zurück.

Der Kirchenrechtler Thomas Schüller bezeichnete die Verbesserungen als oberflächlich. Die Zahlen seien "nach wie vor dramatisch", warnte er und mahnte, ihre Bedeutung nicht überzubewerten.

Das Erzbistum Köln verzeichnete 2025 mehr Erwachsene, die der Kirche beitraten, sowie eine höhere Messbeteiligung. Weniger Gläubige traten formal aus, doch der allgemeine Mitgliederschwund setzte sich fort. Die langfristigen Auswirkungen dieser Entwicklungen bleiben abzuwarten.

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