16 April 2026, 10:21

Essen startet Klimaschutz-Offensive: Drei Stadtteile werden resilienter gegen Extremwetter

Karte einer Stadt, die eine vorgeschlagene Stelle in einem grünen Bereich zeigt, mit Straßen, Gebäuden und anderen städtischen Merkmalen.

Essen startet Klimaschutz-Offensive: Drei Stadtteile werden resilienter gegen Extremwetter

Essen hat einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaresilienz unternommen, indem es drei städtische Zonen für ein neues Förderprogramm ausgewählt hat. Die Initiative KRIS zielt darauf ab, gefährdete Gebiete in Räume umzuwandeln, die besser auf den Klimawandel vorbereitet sind. Die Stadtverwaltung hat nun detaillierte Pläne bei den Landesbehörden zur Prüfung eingereicht.

Das KRIS-Programm unterstützt die Anpassung an den Klimawandel in allen 53 Städten und Gemeinden des Regionalverbands Ruhr (RVR). Um teilnahmeberechtigt zu sein, müssen die Kommunalverwaltungen spezifische Zonen ausweisen, die besonders stark von Klimafolgen betroffen sind. Der Essener Stadtrat hat sich für gezielte Verbesserungen in den Stadtteilen Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein entschieden.

Jeder der ausgewählten Bereiche wird sich auf wasserbasierte Lösungen konzentrieren, um Überschwemmungen und Hitzestress zu verringern. Bis zu einem Viertel der derzeit an die Kanalisation angeschlossenen versiegelten Flächen könnte vom Entwässerungssystem abgekoppelt werden. Zudem sieht das Programm vor, die Verdunstungsrate bis 2030 um zehn Prozentpunkte zu steigern.

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Die Stadt hat ihre Vorschläge an die Projektträger Jülich (PtJ) und die Bezirksregierung zur Bewertung weitergeleitet. Bei einer Genehmigung wird die Förderung in der ersten Jahreshälfte 2026 bestätigt. Eigentümer:innen in den ausgewählten Zonen können dann Zuschüsse für die Umsetzung klimaresilienter Maßnahmen beantragen.

Das KRIS-Programm wird Essen helfen, sich durch praktische Infrastrukturmaßnahmen an Extremwetter anzupassen. Sobald die Mittel bewilligt sind, können Anwohner:innen und Unternehmen in den drei Gebieten mit der Aufwertung von Oberflächen und Entwässerungssystemen beginnen. Die Stadt erwartet, dass diese Maßnahmen bis Ende des Jahrzehnts messbare Fortschritte in der Klimaresilienz bringen.

Quelle