Ex-FDP-Rat Dzamastagic attackiert Solinger SPD und wirbt für Bürgermeisterkandidat Flemm
Hans-Werner RöhrichtEx-FDP-Rat Dzamastagic attackiert Solinger SPD und wirbt für Bürgermeisterkandidat Flemm
Dario Dzamastagic, ein ausscheidendes FDP-Ratsmitglied in Solingen, hat sich vor der Stichwahl um das Bürgermeisteramt zur politischen Lage der Stadt geäußert. Die Situation bezeichnete er als ernst und rief die Wähler auf, Daniel Flemm als einzigen glaubwürdigen Kandidaten für das Amt zu unterstützen.
In seinen Äußerungen kritisierte er vor allem die lokale SPD, der er vorwarf, die Orientierung verloren zu haben und unter dem Einfluss der Grünen in eine zentralistische Richtung abzurutschen. Dzamastagic warf der Solinger SPD „politische Ziellosigkeit“ in zentralen Fragen vor. Die Partei habe sich seiner Meinung nach von den Werten früherer Bundeskanzler wie Helmut Schmidt und Willy Brandt entfernt. Stattdessen würden die Grünen die SPD in eine „zentralistische, elitäre und letztlich undemokratische Richtung“ drängen, so seine Anschuldigung.
Besonders hob er das Netzwerk „Kurzbach-Neumann-Preuß-Buchholz“ hervor, das er für gescheitert erklärte. Dennoch lobte er Markus Preuß für dessen Umgang mit der Menschenhandelsaffäre und erkannte dessen Rolle bei der Aufdeckung von Missständen an.
Im Hinblick auf die Bürgermeisterwahl sprach Dzamastagic Daniel Flemm seine Unterstützung aus. Er würdigte Flemms Engagement bei der Aufdeckung von Missständen und dessen Einsatz für Transparenz. Mit einem direkten Appell forderte er die Wähler der Gruppierungen SG:Zukunft und BfS auf, in der anstehenden Stichwahl für Flemm zu stimmen – ihn präsentierte er als die einzige vertrauenswürdige Option für die Zukunft Solingens.
Dzamastagics Aussagen unterstreichen die tiefen Gräben in Solingens politischem Gefüge. Seine Unterstützung für Flemm geht einher mit scharfer Kritik an der aktuellen Ausrichtung der SPD. Die Stichwahl wird nun zeigen, ob die Wähler seinem Aufruf zu einem politischen Wandel folgen.






