10 May 2026, 12:18

Felix Banaszak will Männer mit Pink und Playboy für Feminismus begeistern

Plakat mit der Aufschrift "Toiletten sind genderneutral" betont die Geschlechtergerechtigkeit in den Toiletteneinrichtungen.

Felix Banaszak will Männer mit Pink und Playboy für Feminismus begeistern

Felix Banaszak, Co-Vorsitzender der Grünen, setzt sich dafür ein, dass sich Männer stärker mit Feminismus auseinandersetzen. Sein Argument: Starre Geschlechterrollen schränken Männer genauso ein wie Frauen. Zu seinen jüngsten Initiativen gehören Besuche in Männer-Selbsthilfegruppen sowie der direkte Dialog mit jungen Männern – etwa über Medien wie das Magazin Playboy.

Im Februar besuchte Banaszak Vaterwelten in Krefeld, eine Organisation, die Geburtsvorbereitungskurse für Väter anbietet. Zudem gab er ein Interview in der Playboy, um junge Männer für feministische Themen zu sensibilisieren. Dieser neue Ansatz folgte auf eine kritische Debatte, nachdem die Schauspielerin Collien Fernandes den Schauspieler Christian Ulmen der Belästigung beschuldigt hatte – ein Vorfall, der Banaszak veranlasste, seinen Ton zu überdenken.

Innerhalb der Grünen arbeitete er mit dem Deutschen Frauenrat zusammen, um Räume zu schaffen, in denen Männer über Geschlechterrollen diskutieren können. Sein Büro, in seinem Lieblingsfarbton Pink gestrichen, symbolisiert seine Ablehnung traditioneller Männlichkeitsklischees. Vor zwanzig Jahren trug Torwart Tim Wiese noch unkommentiert Pink auf dem Platz – ein Kontrast zu den heutigen polarisierten Debatten.

Banaszak fordert nun bessere Förderung für Beratungsstellen, die sich an Jungen und Männer richten, und betont, dass deren Anliegen gehört werden müssen, ohne andere Geschlechter gegeneinander auszuspielen. Sein Engagement fällt in eine Zeit, in der Umfragen zeigen, dass junge Männer unter 24 zunehmend rechtspopulistische Parteien wie die AfD wählen, während Frauen derselben Altersgruppe eher linksliberale Optionen bevorzugen. Gleichzeitig hatte der AfD-Politiker Maximilian Krah kürzlich in einem Video angedeutet, ledige junge Männer gehörten „nach rechts“, um leichter Partnerinnen zu finden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Banaszaks Kampagne unterstreicht die wachsende Kluft zwischen jungen Männern und Frauen in Politik und Geschlechterfragen. Mit seiner Forderung nach mehr Förderung und Dialog will er Vorurteile abbauen und die Polarisierung verringern. Wie Männer künftig mit Feminismus umgehen, könnte maßgeblich von solchen Initiativen abhängen.

Quelle