Feuerwehr rettet 45-Kilo-Metallkugel von Bochumer Kirchturmspitze in riskantem Einsatz
Sergio KarzFeuerwehr rettet 45-Kilo-Metallkugel von Bochumer Kirchturmspitze in riskantem Einsatz
Risikoreicher Einsatz in Bochum-Ehrenfeld: Feuerwehreinsatz zur Bergung einer Metallkugel
In Bochum-Ehrenfeld hat sich am Montag ein riskanter Einsatz abgespielt, bei dem Feuerwehrkräfte fast acht Stunden lang eine schwere Metallkugel von einer Kirchturmspitze entfernten. Das 45 Kilogramm schwere Objekt, das in 54 Metern Höhe über dem Boden hing, drohte aufgrund stürmischen Wetters herabzustürzen. Ohne das Eingreifen der Einsatzkräfte hätte die Bochumer Königsallee in beide Richtungen langfristig vollständig gesperrt werden müssen.
Alarm ausgelöst wurde gegen 14:20 Uhr, nachdem bereits am Vortag Teile der Metallverkleidung des Melanchthon-Kirchturms herabgefallen waren. Die etwa 70 Zentimeter durchmessende Kugel befand sich in gefährlicher Höhe – zu hoch für herkömmliche Feuerwehrleitern oder Krane.
Rund 20 Einsatzkräfte der Innenstadtwache und der Freiwilligen Feuerwehr Bochum-Mitte waren an der heiklen Aktion beteiligt. Sie sicherten die Kugel zunächst mit einem Netz, bevor sie vorsichtig vom Dach gelöst wurde. Ein 72 Meter hoher Teleskopmast, der von einem Spezialunternehmen aus Essen herbeigeschafft worden war, ermöglichte den Zugang zur Turmspitze.
Während des Einsatzes musste die Königsallee in Fahrtrichtung aus der Stadt mehrmals gesperrt werden. Schließlich gelang es dem Team, die Kugel sicher zu Boden zu lassen und so eine längerfristige Straßensperrung zu vermeiden.
Die erfolgreiche Bergung der Metallkugel verhinderte größere Verkehrsbehinderungen auf der Königsallee. Mit spezieller Ausrüstung und präziser Planung meisterten die Feuerwehrleute die Aufgabe. Der Einsatz endete ohne Verletzte oder weitere Schäden an der Kirche.






