29 March 2026, 16:23

Feuerwehrmann nach Nationalhymne-Streit entlassen – Heino zeigt Solidarität mit Konzert

Menschen, die auf dem Boden sitzen, vor einer Menge mit Fahnen und Spruchbändern bei einer Demonstration in Berlin, mit einem Redner, einer Statue und Gebäuden im Hintergrund.

Feuerwehrmann nach Nationalhymne-Streit entlassen – Heino zeigt Solidarität mit Konzert

Streit um deutsche Nationalhymne führt zu Entlassung eines Feuerwehrmanns – und löst Solidaritätsbekundungen aus

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Der Feuerwehrmann Richard Mänder aus Bad Belzig wurde nach dem Abspielen der umstrittenen ersten Strophe der Nationalhymne von seinen Aufgaben als Wertungsrichter bei einer Feuerwehrmeisterschaft enthoben. Die Entscheidung spaltet die Feuerwehrgemeinschaft: Während einige Regionen Mänder unterstützen, halten andere an dem Verbot fest.

Als Reaktion darauf gab der legendäre Sänger Heino ein Konzert in Bad Belzig, um Mänder zu unterstützen. Rund 800 Menschen, darunter Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen, nahmen teil und machten die Veranstaltung zu einer öffentlichen Demonstration der Solidarität.

Der Konflikt begann bei den Deutschen Feuerwehrmeisterschaften in Torgau. Dort wurde eine Aufnahme der Nationalhymne aus den 1970er-Jahren von Heino gespielt – inklusive aller drei Strophen. Die erste Strophe, die heute wegen ihrer historischen Bezüge kaum noch gesungen wird, führte zur Entbindung Mänders von seinen Richterpflichten. Der Deutsche Feuerwehrverband verteidigte die Entscheidung mit dem Verweis auf Verstöße gegen die Richtlinien zur Verwendung der Hymne.

Mänder wies jedoch jede rechtsextreme Gesinnung von sich und bezeichnete die Sanktionen als ungerecht. Gleichzeitig warnte die Führung in Brandenburg, dass seine neu gegründete Deutsche Feuerwehrsport Gemeinschaft das Netzwerk der Feuerwehren spalten könnte. Zwar verboten sie das Tragen offizieller Abzeichen bei Veranstaltungen der Gemeinschaft, eine Teilnahme untersagten sie jedoch nicht.

Um Mänder zu unterstützen, reiste Heino nach Bad Belzig und gab ein Solidaritätskonzert. Der 87-jährige Schlagerstar präsentierte Klassiker wie Schwarzbraun ist die Haselnuss vor begeistertem Publikum. Sein Manager, Helmut Werner, bestätigte, dass das Konzert eine direkte Unterstützung für Mänder sei. Feuerwehrleute aus mehreren Bundesländern nahmen teil und unterstrichen damit die Spaltung in der Debatte um die Nationalhymne.

Das Konzert in Bad Belzig machte die anhaltenden Konflikte innerhalb der Feuerwehrgemeinschaft deutlich. Mänder bleibt zwar von Richterämtern ausgeschlossen, doch die öffentliche Unterstützung durch Heino und Kollegen deutet darauf hin, dass der Streit noch lange nicht beigelegt ist. Die Haltung des Deutschen Feuerwehrverbands und die Gründung einer konkurrierenden Gruppe könnten die künftigen Beziehungen zwischen den regionalen Feuerwehren prägen.

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