25 May 2026, 02:18

Florentina Holzinger schockt Wien mit surrealem Pfingstspiel-Spektakel

Florentina Holzingers 'Pfingstspiel' mit Friedenstauben und Monstertrucks

Florentina Holzinger schockt Wien mit surrealem Pfingstspiel-Spektakel

Florentina Holzinger brachte ihre kühne Vision nach Wien – mit einem Pfingstspiel wie kein anderes. Erstmals auf dem Gelände des Wiener Eislaufvereins inszeniert, verschmolz die Aufführung Spektakel, Schockmomente und surreale Bilder zu einem atemberaubenden Ganzen. Das Publikum erlebte eine Mischung aus roher Intensität und theatralischer Pracht: von zermalmten Fahrzeugen bis zu schwebenden Performern.

Die Vorstellung begann am Heumarkt, bevor sie nach Schloss Prinzendorf wechselte – jenem historischen Ort, an dem Hermann Nitsch einst sein Orgien-Mysterien-Theater verwirklichte. Holzinger ehrte Nitsch mit einer „Malaktion“: Eine gekreuzigte Darstellerin wurde von Drohnen mit roter Farbe besprüht, die über ihr kreisten.

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Eine nackte Frau seilte sich an der Fassade des Intercontinental Hotels ab – eine Hommage an Trisha Browns ikonische Performance von 1970. Gleichzeitig rückten ein Panzer und ein Monstertruck ins Zentrum der Handlung, wobei Letzterer den Ersten in einem dramatischen Höhepunkt zermalmte. Der Heilige Geist betrat als Fallschirmspringer mit einer Taubenhaube die Szene, landete auf einem Feld und pflanzte eine weiße Fahne in das Trümmerfeld.

Der Höhepunkt zeigte Holzinger und ihr Ensemble schwebend in der Luft, sanft über dem Schlosshof hin- und herwiegt. Die Inszenierung verband opulente Elemente – Autos, Motorräder, Fallschirme und sogar eine Kreuzigung – zu einem unvergesslichen Spektakel.

Holzingers Pfingstspiel vereinte Tradition mit radikaler Experimentierfreude. Der Einsatz von Schwerlastmaschinen, Luftakrobatik und symbolträchtigen Ritualen hinterließ einen bleibenden Eindruck. Die Premiere im Wiener Eislaufverein festigte ihren Ruf als Grenzgängerin des Theaters.

Quelle