Forschungsprojekt CircuPEM will Wasserstoffproduktion nachhaltiger revolutionieren
Elsa SteyForschungsprojekt CircuPEM will Wasserstoffproduktion nachhaltiger revolutionieren
Ein neues Forschungsprojekt unter der Leitung der Ruhr-Universität Bochum arbeitet daran, die Wasserstoffproduktion nachhaltiger zu gestalten. Die Initiative mit dem Namen CircuPEM zielt auf eine zentrale Herausforderung ab: den Einsatz kritischer Rohstoffe in Protonenaustauschmembran-Elektrolyseuren (PEM-Elektrolyseuren) zu verringern. Die Förderung des Projekts begann im Januar 2026 und markiert damit einen Schritt in Richtung grünerer Wasserstofftechnologie.
CircuPEM hat rund 2,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) eingeworben. Die Unterstützung erfolgt im Rahmen des Innovationswettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW; das Projekt läuft über drei Jahre bis 2029. Das Ziel ist klar: Ein System zur Wiederverwendung kritischer Materialien in PEM-Elektrolyseuren entwickeln und sie so in eine Kreislaufwirtschaft integrieren.
Die Forschung gliedert sich in drei Phasen. Zunächst analysiert das Team die bestehende Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Anschließend werden neue Geschäftsmodelle entworfen und bewertet. Abschließend erarbeitet das Projekt konkrete Handlungsempfehlungen für die Industrie. Pilotprojekte könnten die Ansätze zudem unter realen Bedingungen testen.
An der Initiative beteiligen sich mehrere wichtige Partner: das Heinz Nixdorf Institut (HNI) der Universität Paderborn, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, die Direct Matter GmbH sowie die Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG. Gemeinsam bringen sie Fachwissen aus verschiedenen Bereichen ein, um die Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wasserstoffproduktion und -nutzung zu verbessern.
Die Ergebnisse des Projekts könnten helfen, die Abhängigkeit von seltenen Rohstoffen in der Wasserstofftechnologie zu verringern. Mit 2,9 Millionen Euro Fördergeldern und einem strukturierten Drei-Phasen-Ansatz will CircuPEM bis 2029 umsetzbare Lösungen vorlegen. Die Erkenntnisse könnten maßgeblich beeinflussen, wie zukünftige Elektrolyseure konzipiert, gebaut und recycelt werden.






