18 April 2026, 00:27

Friedrichstraße in Berlin: Soll sie zur autofreien Oase mit Gendarmenmarkt verschmelzen?

Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte von Berlins Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten auf dem Cover, begleitet von Text, der zusätzliche Informationen bietet.

Friedrichstraße in Berlin: Soll sie zur autofreien Oase mit Gendarmenmarkt verschmelzen?

Die Zukunft der Friedrichstraße in Berlin-Mitte hat eine hitzige Debatte unter Stadtplanern und Anwohnern ausgelöst. Ein kühner neuer Vorschlag sieht vor, die ikonische Straße mit dem nahegelegenen Gendarmenmarkt zu einer einheitlichen, fußgängerfreundlichen Zone zusammenzuführen. Das Konzept würde den Großteil des Verkehrs verbieten und stattdessen Grünflächen, Kunstinstallationen sowie aufgewertete öffentliche Bereiche schaffen.

Die Diskussion gewann an Fahrt, nachdem die scheidende Verkehrssenatorin Bettina Jarasch einen Architekturwettbewerb für die Umgestaltung der Friedrichstraße ankündigte. Das Büro CKSA, einer der Teilnehmer, legte eine detaillierte Vision für das Areal vor. Im Mittelpunkt steht eine nahtlose Verbindung zwischen Friedrichstraße und Gendarmenmarkt, die den gesamten Bereich zu einem zusammenhängenden, autofreien Viertel machen soll.

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Laut Vorschlag würde die Friedrichstraße selbst vollständig zur Fußgängerzone und fahrradfreundlichen Fläche umgewandelt. Ein stufenloser Übergangsbereich ohne Bordsteine verlaufen entlang der Gebäudefronten. Die Querstraßen, die die Friedrichstraße mit dem Gendarmenmarkt verbinden, wären ebenfalls für Autos gesperrt und würden stattdessen zu öffentlichen Plätzen mit Natursteinpflaster umgestaltet.

Auch der Gendarmenmarkt selbst würde Veränderungen erfahren, darunter kleinere, befahrbare Kopfsteinpflaster in quadratischem Muster. Nur Lieferfahrzeuge hätten eingeschränkt Zutritt. Das CKSA-Design sieht zudem große Einzelbäume, Wasserelemente und Kunstobjekte vor, um die Attraktivität des Ortes zu steigern.

Das Konzept des Büros schließt Autos und Fahrräder aus der fusionierten Zone explizit aus. Stattdessen stehen Begehbarkeit, kulturelle Freiräume und ein entspannteres städtisches Ambiente im Vordergrund.

Der CKSA-Entwurf reiht sich nun in die weiteren Wettbewerbsbeiträge ein. Sollte er ausgewählt werden, würde die Neugestaltung eine der berühmtesten Straßen Berlins in ein grünes, verkehrsfreies Zentrum verwandeln. Die endgültige Entscheidung wird zeigen, ob aus Friedrichstraße und Gendarmenmarkt ein gemeinsames, fußgängerorientiertes Viertel wird.

Quelle