26 April 2026, 10:18

Fußball-Fans strömen zurück in Stadien – doch Pyrotechnik und Gewalt bereiten Sorgen

Große Menschenmenge in einem Stadion bei einem Fußballspiel, mit einer Bühne rechts, Fahnen, Stangen, einem Bildschirm und der Allianz Arena in München, Deutschland im Hintergrund.

Fußball-Fans strömen zurück in Stadien – doch Pyrotechnik und Gewalt bereiten Sorgen

Fußball-Zuschauerzahlen in Deutschland steigen um 15 % – fast 33 Millionen Fans besuchten vergangene Saison die Stadien

Doch der aktuelle Sicherheitsbericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) zeigt ein gemischtes Bild: Zwar haben sich einige Formen von Störungen verschärft, doch in zentralen Bereichen gibt es Fortschritte bei der Sicherheit.

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In der Saison 2024/2025 nahm der Missbrauch von Pyrotechnik stark zu – die Vorfälle stiegen um 73 % auf 4.783 Verstöße. Die Polizei registrierte zudem 468 Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, nach 721 im Vorjahr. Dennoch stieg die Zahl der als gewaltbereit eingestuften Fans um 280 auf etwa 18.000 Personen.

Polizeieinsätze während der Spiele nahmen um rund 2,3 % zu, wobei schärfere Maßnahmen erforderlich waren, um die Ordnung aufrechtzuerhalten. Die Gesamtbelastung für Bundes- und Landesbehörden sank jedoch um 8,8 %, bleibt aber auf hohem Niveau. Gleichzeitig gingen Verletzungen bei Polizisten und Ordnern deutlich zurück – um 48 % bzw. 44 %. Auch die Gesamtzahl der spielbezogenen Verletzungen verringerte sich um 17,2 % auf 1.107 Fälle.

Auch die Anzahl der Strafverfahren im Zusammenhang mit Ligaspielen und dem DFB-Pokal sank um 22 % auf 5.197 eingeleitete Ermittlungen. Der ZIS-Bericht wertet diese Entwicklungen als Zeichen des Fortschritts, betont aber, dass bei der Steuerung des Fanverhaltens weiterhin Herausforderungen bestehen.

Die Zahlen der Saison zeigen sowohl Erfolge als auch anhaltende Problembereiche: Weniger Verletzungen und Straftaten deuten auf verbesserte Sicherheitsmaßnahmen hin, doch der Anstieg gewaltbereiter Personen und Pyrotechnik-Delikte erfordert weiterhin Aufmerksamkeit. Die Behörden werden die Entwicklungen weiter beobachten, während die Zuschauerzahlen steigen und sich die Fandynamik verändert.

Quelle