25 June 2026, 22:17

Gemeinsame Netzzugänge könnten Milliarden bei Ökostrom-Ausbau sparen

EWI: ├ťberdimensionierung von Netzanschlüssen mit Photovoltaik und Windenergie reduziert Netzausbaukosten um bis zu 1,8 Milliarden Euro j├Ąhrlich

Gemeinsame Netzzugänge könnten Milliarden bei Ökostrom-Ausbau sparen

Eine neue Studie des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) zeigt Wege auf, wie die Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland gesenkt werden können. Der Bericht untersucht, wie gemeinsam genutzte Netzzugangspunkte die Belastung des Stromnetzes verringern könnten.

Das EWI schlägt ein System vor, bei dem Solar-, Windkraft- und Batteriespeicheranlagen gemeinsame Netzanschlusspunkte nutzen. Dieses Modell soll die durchschnittliche Auslastung des Netzes verbessern und den Bedarf an Abregelungen reduzieren. Bisher führt die Dimensionierung der Anschlüsse nach Spitzenlast oft dazu, dass die Netzkapazitäten nicht voll ausgeschöpft werden.

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Das neue deutsche „Solarspitzen-Gesetz“ unterstützt den Ansatz der gemeinsamen Nutzung. Laut der Studie könnten durch die räumliche Bündelung von Solar- und Windkraft an einem Standort jährlich bis zu 1,8 Milliarden Euro an Netzerweiterungskosten eingespart werden. Allerdings könnte diese Methode zeitweise zu einer höheren Abregelung erneuerbarer Energien führen.

Dennoch bleibt der Nettonutzen beträchtlich: Geringere Verteilnetzkosten und reduzierte Verluste durch Abregelungen könnten jährliche Effizienzgewinne von 800 Millionen Euro bringen. Ohne Anpassungen müssten Netzbetreiber bis 2045 voraussichtlich rund 350 Milliarden Euro in den Ausbau der Verteilnetze investieren.

Gemeinsam genutzte Netzanschlüsse bieten eine praktische Lösung für die steigende Nachfrage nach neuen Stromleitungen. Sie versprechen erhebliche Einsparungen bei gleichzeitiger Stabilität des Netzes. Die Erkenntnisse der Studie weisen Politik und Netzbetreibern einen klaren Weg, um die Integration erneuerbarer Energien effizienter zu gestalten.

Quelle