Großrazzia des Zolls deckt illegale Beschäftigung und Lohnbetrug in NRW auf
Gernot GertzGroßrazzia des Zolls deckt illegale Beschäftigung und Lohnbetrug in NRW auf
Zollbeamte haben in Nordrhein-Westfalen groß angelegte Kontrollen in mehreren Kreisen durchgeführt. Im Fokus der Aktion stand die Baubranche, wobei Hunderte Beschäftigte und ihre Arbeitgeber überprüft wurden. Nach der Aufdeckung zahlreicher Unregelmäßigkeiten wurden nun Ermittlungen eingeleitet.
Über 110 Zollfahnder kontrollierten rund 280 Beschäftigte in Köln, im Rhein-Sieg-Kreis, in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis. Allein in Köln wurden 123 Arbeitnehmer von 51 Betrieben überprüft, im Rhein-Sieg-Kreis unterzogen sich 39 Beschäftigte von 15 Arbeitgebern den Checks. In Leverkusen wurden 75 Mitarbeiter aus 11 Betrieben geprüft, im Rheinisch-Bergischen Kreis 42 Beschäftigte von ebenfalls 11 Arbeitgebern.
Bei den Kontrollen wurden elf Männer ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis entdeckt. Gegen drei Unternehmen besteht nun der Verdacht, ihren Mitarbeitern den gesetzlichen Mindestlohn vorenthalten zu haben. Zudem gibt es Hinweise auf Sozialbetrug in fünf Fällen sowie auf nicht abgeführte Sozialabgaben in weiteren fünf Fällen. Gegen die elf Männer und ihre Arbeitgeber wurden inzwischen Strafverfahren eingeleitet.
Die Aktion hat rechtliche Konsequenzen für die Beteiligten zur Folge. Die Behörden gehen gegen illegale Beschäftigung, Lohnverstöße und Sozialversicherungsbetrug vor. Die Kontrollen unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, Arbeits- und Einwanderungsgesetze in der Region durchzusetzen.
