Grüner Stahl aus Australien: PGS setzt auf Thyssenkrupp-Elektrolyseure für CO₂-arme Produktion
Sergio KarzGrüner Stahl aus Australien: PGS setzt auf Thyssenkrupp-Elektrolyseure für CO₂-arme Produktion
Progressive Green Solutions (PGS) hat Thyssenkrupp Nucera als bevorzugten Lieferanten für Elektrolyseure in einem großen Projekt für grüne Stahlproduktion ausgewählt. Das Vorhaben Mid-West Green Iron in Westaustralien zielt darauf ab, die Stahlherstellung durch eine deutliche Reduzierung der CO₂-Emissionen zu revolutionieren. Das Projekt befindet sich noch in der frühen Planungsphase und steht vor der endgültigen Investitionsentscheidung.
PGS plant den Bau einer Elektrolyseuranlage mit den 20-MW-scalum®-Modulen von Thyssenkrupp Nucera. Die Anlage soll eine Gesamtleistung von 1,4 Gigawatt erreichen. Mit dieser Technologie wird die jährliche Produktion von sieben Millionen Tonnen grünen Eisenerz-Pellets unterstützt, wobei die ersten Exporte für 2029 vorgesehen sind.
Langfristig strebt PGS eine Ausweitung auf 30 Millionen Tonnen grüne Pellets und zehn Millionen Tonnen grünes HBI (Heißbrikettiertes Eisen) pro Jahr an. Im Vergleich zu herkömmlichen Stahlherstellungsverfahren sollen die CO₂-Emissionen um 90 Prozent gesenkt werden.
Für Thyssenkrupp Nucera stellt dieser Deal einen Meilenstein dar, da das Unternehmen damit seine Position als bevorzugter Technologielieferant für Projekte mit einem Volumen von über drei Gigawatt weltweit festigt. Ein spürbarer finanzieller Effekt wird jedoch erst ab dem Geschäftsjahr 2026/27 erwartet.
Das Mid-West-Green-Iron-Projekt könnte die Stahlproduktion in Westaustralien grundlegend verändern. Bei einer Genehmigung wird es auf großtechnische Elektrolyseure setzen, um grünen Wasserstoff für die Herstellung emissionsarmer Eisenerz-Pellets zu erzeugen. Die ersten Lieferungen sollen 2029 beginnen.






