24 May 2026, 16:28

Hamm kämpft um Zukunft der Migrationsberatung nach drastischen Mittelkürzungen

Migration Counseling Action Day in Hamm

Hamm kämpft um Zukunft der Migrationsberatung nach drastischen Mittelkürzungen

Bundesweiter Aktionstag zur Migrationsberatung am 1. Oktober – Hamm zeigt Herausforderungen durch Kürzungen auf

Am 1. Oktober fand ein bundesweiter Aktionstag zur Migrationsberatung statt. In Hamm nutzten lokale Organisationen die Veranstaltung, um auf ihre Arbeit und die wachsenden Schwierigkeiten durch Mittelkürzungen aufmerksam zu machen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) führten Gespräche darüber, wie neu zugewanderte Menschen besser unterstützt werden können.

Die Veranstaltung wurde im DRK-Heim in Bockum-Hövel, einem Stadtteil von Hamm, ausgetragen. Sowohl das DRK als auch die AWO präsentierten ihre Angebote – darunter auch solche, die aufgrund finanzieller Engpässe reduziert oder ganz eingestellt werden mussten. Betroffen ist etwa der Jugendmigrationsdienst in Hamm, der Programme wie Kommunikationstrainings und Kurse zur sozialen Kompetenz einstellen musste.

Vor Ort diskutierten Kommunal- und Bundespolitiker über die Zukunft der Migrationsarbeit in der Stadt. Der Bundestagsabgeordnete Michael Thews (SPD) versprach, sich für eine bessere Förderung der Hammers Migrationsdienste einzusetzen. Er räumte jedoch ein, dass die Haushaltslage angespannt bleibe und für 2025 keine unmittelbaren Aufstockungen geplant seien. Die Haushaltsverhandlungen für 2026 liefen aber noch, so Thews.

Ehemalige Beratungskunden berichteten von ihren Erfolgserlebnissen bei der Integration. Gleichzeitig diente der Tag als Appell an die Politik, verlässlichere Finanzierungen bereitzustellen. Die Veranstalter betonten, wie dringend langfristige Planungssicherheit sei, um unverzichtbare Migrationsdienste aufrechterhalten zu können.

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Der Aktionstag machte deutlich, wie stark die Migrationsberatung in Hamm unter den finanziellen Kürzungen leidet. Zwar sichert die Bundesregierung ihre grundsätzliche Unterstützung zu, doch zusätzliche Mittel stehen bisher nicht zur Verfügung. Ohne eine Aufstockung des Budgets könnten weitere Programme gefährdet sein.

Quelle