10 May 2026, 18:18

Heidekreis erklärt Marderhunden den Krieg – doch die Invasoren kämpfen zurück

Schwarzes und weißes Foto eines Waschbären auf dem Cover einer zoologischen Gesellschaftszeitschrift mit Text.

Heidekreis erklärt Marderhunden den Krieg – doch die Invasoren kämpfen zurück

Landkreis Heidekreis geht gegen wachsende Waschbär-Problematik vor

Die Situation im Landkreis Heidekreis spitzt sich zu: Die invasive Art des Marderhunds verursacht massive Schäden und stört heimische Wildtiere. Nun erhalten Jägerverbände finanzielle Unterstützung, um das Problem effektiver zu bekämpfen.

Marderhunde, eine invasive Tierart, haben sich in den vergangenen Jahrzehnten rasant in Deutschland ausgebreitet. Im Heidekreis sind ihre Bestände mittlerweile so stark angewachsen, dass lokale Maßnahmen allein nicht mehr ausreichen. Seit Beginn der Jagdsaison am 1. April wurden in Munster bereits über 70 Marderhunde innerhalb der Stadtgrenzen erlegt.

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Die Tiere sind dafür bekannt, Vogelnester, Eichhörnchenbehausungen und andere Lebensräume heimischer Arten zu plündern. Zudem dringen sie in menschliche Siedlungen ein und richten Schäden an Dachböden, Schornsteinen und Nebengebäuden an. Peter Westermann, Vorsitzender des örtlichen Jägerverbandes, bezeichnete den Befall als „enorm und besorgniserregend“.

Ein Teil des Problems ist hausgemacht: Viele Anwohner füttern Wildtiere – darunter auch Marderhunde –, was Nachbarschaftskonflikte zusätzlich verschärft. Thomas Brammer, Kreisjägermeister, betonte, dass das unkontrollierte Füttern die Situation deutlich verschlimmert habe.

Um die Bekämpfung zu verbessern, plant der Landkreis die Einrichtung von Einsatzteams in jedem Jägerverband. Diese sollen Meldungen über Marderhund-Sichtungen beschleunigen und gezieltere Maßnahmen ermöglichen.

Mit der finanziellen Förderung will der Landkreis den Bestand der Marderhunde reduzieren, bevor weitere Schäden entstehen. Durch spezialisierte Teams und Aufklärung über Fütterungsgewohnheiten hoffen die Behörden, Sachschäden zu verringern und heimische Wildtiere zu schützen. Der Erfolg der Maßnahmen hängt dabei von der Zusammenarbeit zwischen Jägern, Anwohnern und lokalen Behörden ab.

Quelle