21 March 2026, 02:20

Heidelberg Materials trotzt schwacher Bautenachfrage mit Rekordgewinn und Sparprogramm

Baustelle mit einer Eisenstab-Stützmauer, einem Gebäude auf der rechten Seite und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Heidelberg Materials trotzt schwacher Bautenachfrage mit Rekordgewinn und Sparprogramm

Heidelberg Materials hat in den letzten Monaten eine turbulente Phase an der Börse durchlebt. Nach einem Wertverlust von fast einem Drittel seit Ende Januar stiegen die Aktien um 3,5 Prozent, nachdem Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sich zu den militärischen und nuklearen Bedrohungen durch den Iran geäußert hatte. Unterdessen treibt das Unternehmen seine Sparmaßnahmen und ein neues Aktienrückkaufprogramm voran, während es sich auf die Veröffentlichung des vollständigen Jahresberichts am 26. März vorbereitet.

Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft stieg im vergangenen Jahr um 6 Prozent auf den Rekordwert von 3,4 Milliarden Euro – trotz rückläufiger Absatzmengen. Möglich wurde dies durch eine strenge Preispolitik und Kostensenkungen. Die Initiative "Transformation Accelerator" hat bereits 380 Millionen Euro eingespart; bis Ende 2026 soll die Marke von 500 Millionen Euro erreicht werden.

Heidelberg Materials hat zudem Schritte unternommen, um die Energieversorgung abzusichern: Rund die Hälfte des Bedarfs für 2026 ist bereits vertraglich gesichert, was das Unternehmen vor Schwankungen der Ölpreise schützt. Allerdings zwang die schwache Bautenachfrage in Deutschland das Unternehmen zur endgültigen Schließung des Zementwerks in Paderborn, wovon 53 Mitarbeiter betroffen sind.

Die Stimmung unter den Anlegern hellte sich weiter auf, nachdem die Investmentbank Morgan Stanley in einem Bericht Bedenken hinsichtlich möglicher Änderungen im EU-Emissionshandelssystem zerstreute und die Aktie als unterbewertet einstufte. Dies trug zu einer Erholung bei: Am 16. März legten die Papiere um 5,61 Prozent zu. Zudem wurde die zweite Tranche des 400-Millionen-Euro-Aktienrückkaufprogramms abgeschlossen; eine dritte ist bereits in Vorbereitung.

Die Aussichten für die Baubranche sind gemischt: Während in Skandinavien für 2026 ein Wachstum von 6 Prozent erwartet wird, rechnet die Schweiz nur mit 2 Prozent. Niedrigere Zinsen und stabile Infrastrukturinvestitionen könnten die Nachfrage stützen, doch wirtschaftliche Schwäche und steigende Arbeitslosigkeit bleiben Risikofaktoren.

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Am 26. März wird Heidelberg Materials den vollständigen Jahresbericht vorlegen, in dem auch die Fortschritte bei Nachhaltigkeitsinvestitionen und weiteren Einsparungen detailliert werden. Mit abgesicherten Energieverträgen, laufenden Rückkäufen und einem Fokus auf Effizienz strebt das Unternehmen an, seine Performance in einem unsicheren Marktumfeld zu stabilisieren. Dennoch belasten anhaltend schwache Bauaktivitäten und allgemeine wirtschaftliche Herausforderungen die Prognose.

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