Herbstalarm: Warum Wildunfälle jetzt auf Straßen dramatisch zunehmen
Hans-Werner RöhrichtHerbstalarm: Warum Wildunfälle jetzt auf Straßen dramatisch zunehmen
Herbst bringt erhöhtes Risiko für Wildunfälle auf Straßen – besonders in Waldgebieten
Die Polizei im Kreis Lippe warnt Autofahrer vor erhöhten Wildunfällen im Herbst, insbesondere in der Dämmerung und bei Morgengrauen, wenn Tiere besonders aktiv sind. Ein aktueller Vorfall mit einem 16-jährigen Motorradfahrer zeigt die Gefahren auf.
Am Mittwochabend (01.10.2025) kollidierte ein 16-Jähriger auf der Niedermeiner Straße in Kalletal mit einem Wildschwein. Der Zusammenstoß endete mit Verletzungen des Fahrers und unterstreicht die Risiken durch Wildtiere auf den Straßen.
Die lippsche Polizei wird häufig zu solchen Unfällen gerufen, vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen. Wildschweine, Rehe und Rotwild bewegen sich oft in Gruppen – wenn ein Tier die Straße überquert, folgen meist weitere.
So sollten Autofahrer reagieren: Bei Wildsichtung gilt: Lenkrad festhalten, gleichmäßig bremsen und Abblendlicht einschalten. Hupen kann die Tiere vertreiben. Plötzliche Ausweichmanöver sollten jedoch vermieden werden, um Kollisionen mit entgegenkommendem Verkehr oder Bäumen zu verhindern.
Nach einem Unfall: Ruhe bewahren, Unfallstelle absichern und unter der 110 die Polizei verständigen. Die Beamten informieren dann die örtliche Jägerbehörde, die sich um das Tier kümmert. Verletztes Wild darf keinesfalls angefasst werden – selbst wenn es flüchtend wirkt, besteht Gefahr.
Laut deutscher Verkehrsregeln ist ein abruptes Bremsen für Kleintiere wie Hasen, Füchse, Eichhörnchen oder Igel rechtlich nicht zulässig.
Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, im Herbst besonders achtsam zu sein, da Tiere vermehrt auf Nahrungssuche in Straßennähe unterwegs sind. Durch vorbildliches Verhalten lassen sich Unfälle vermeiden und sowohl Fahrer als auch Wildtiere schützen. Die Behörden werden Risikostrecken weiterhin überwachen, um weitere Vorfälle zu verhindern.






