16 April 2026, 00:26

Hexenprozesse im Rheinland: Warum Essen anders mit Anschuldigungen umging

Posterkarte von Mitteleuropa aus dem Jahr 1618, die die religiösen Teilungen mit ausführlichem erklärendem Text zeigt.

Hexenprozesse im Rheinland: Warum Essen anders mit Anschuldigungen umging

Öffentlicher Vortrag: Die Hexenprozesse im Rheinland und Westfalen

Im Dezember findet in Essen eine kostenlose öffentliche Vorlesung über die Hexenverfolgungen im Rheinland und in Westfalen statt. Dr. Claudia Kauertz, Leiterin des Hauses der Essener Geschichte/Stadtarchivs, untersucht darin, wie aus Anschuldigungen während der Hochphase der Hexenjagden formelle Anklagen wurden. Die Veranstaltung beleuchtet ein düsteres Kapitel der lokalen Geschichte – mit zentralen Erkenntnissen aus Essens eigenen Archivalien.

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Die Verfolgung angeblicher Hexen in der Region erreichte zwischen 1585 und 1632 ihren Höhepunkt. Das Vest Recklinghausen entwickelte sich zu einem der berüchtigtsten Brennpunkte, während Essen im Vergleich zu Gebieten wie dem Kurfürstentum Köln unterschiedlich starke Verfolgungswellen erlebte.

Dr. Kauertz hat die Essener Archive analysiert, um zu verstehen, warum manche Vorwürfe zu Prozessen führten, andere jedoch nicht. Ihre Forschung zeigt auf, welche Faktoren – von sozialen Spannungen bis hin zu juristischen Abläufen – diese Entwicklungen prägten.

Termin und Ort: Die Veranstaltung findet am 5. Dezember 2025 von 18:00 bis 19:30 Uhr im Kleinen Saal der Volkshochschule Essen (VHS) am Burgplatz 1 statt. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird jedoch gebeten unter www.vhs-essen.de mit der Kursnummer 252.1B004N.

Im Mittelpunkt des Vortrags steht Essens Rolle in den überregionalen Hexenverfolgungen des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts. Durch die Auswertung lokaler Quellen möchte Dr. Kauertz eine Epoche entschlüsseln, in der Angst und juristische Mechanismen eng verwoben waren. Die Veranstaltung bietet den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, sich mit diesem oft vernachlässigten Abschnitt der Stadtgeschichte auseinanderzusetzen.

Quelle