14 June 2026, 10:16

Hürths Lebensader Lux setzt auf Nachhaltigkeit durch kreative Materialwiederverwertung

Luxusader meets Baustelle der Zukunft

Hürths Lebensader Lux setzt auf Nachhaltigkeit durch kreative Materialwiederverwertung

Die Stadt Hürth hat in ihrem städtischen Entwicklungsprojekt Lebensader Lux eine entscheidende Phase erreicht: Der Abriss des ehemaligen AOK-Gebäudes markiert einen bedeutenden Meilenstein. Ausgewählte Materialien von der Baustelle werden nun in einer innovativen Forschungsinitiative wiederverwendet.

Im Dezember 2023 hatte der Planungsausschuss einen Beschluss gefasst, der die Stadt verpflichtet, vor größeren Abrissarbeiten wiederverwendbare Materialien zu prüfen. Daraufhin wurde ein Bestandsverzeichnis von Gegenständen wie Metallplatten, Handläufen, Bodenrosten, Ziegelsteinen, Fenstern und Bänken aus dem AOK-Gebäude erstellt. Potenziell gefährliche Stoffe wurden im Vorfeld identifiziert und sicher entfernt.

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Ein wirtschaftlich tragfähiger Verkauf der wiederverwendbaren Materialien erwies sich als nicht realisierbar. Stattdessen ging Hürth eine Partnerschaft mit der RWTH Aachen und dem Unternehmen Construction Robotics ein, um die Materialien sinnvoll weiterzuverwenden. Sie werden in das europäische Forschungsprojekt Target-X einfließen, das sich mit modernsten Forschungs- und Lehrmethoden im Bauwesen beschäftigt. Auf einem 4.000 Quadratmeter großen Referenzbaugelände in Aachen kommen die Materialien zum Einsatz.

An der Stelle des ehemaligen AOK-Gebäudes entstehen ein modernes Bauwerk und ein neuer Platz. Dieser wird mit einem Wasserthema, Grünflächen und hochwertigen Aufenthaltsqualitäten gestaltet, um die Attraktivität des Viertels zu steigern.

Die Zusammenarbeit steht im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen und dem Prinzip der sinnvollen Wiederverwendung. Das Projekt wird nicht nur das Gelände umgestalten, sondern auch die Spitzenforschung im Bauwesen vorantreiben. Mit Lebensader Lux macht die städtische Vision Hürths nun einen greifbaren Schritt nach vorn.

Quelle