09 June 2026, 00:23

Indischer Stahlriese Jindal Steel will Thyssenkrupp-Stahlsparte übernehmen

Angebot aus Indien für Thyssenkrupp Steel

Indischer Stahlriese Jindal Steel will Thyssenkrupp-Stahlsparte übernehmen

Indischer Stahlkonzern Jindal Steel bietet für Thyssenkrupp-Stahlsparte

Der indische Stahlproduzent Jindal Steel hat ein Angebot für den Kauf der Stahlsparte von Thyssenkrupp abgegeben. Das Unternehmen reichte ein unverbindliches Gebot ein und versprach dabei umfangreiche Investitionen sowie Arbeitsplatzsicherheit. Der Vorstoß erfolgt, nachdem Thyssenkrupp zuvor ein Joint Venture mit dem tschechischen Milliardär Daniel Křetínský geplant hatte.

Die Stahlsparte von Thyssenkrupp verzeichnete im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 10,7 Milliarden Euro bei einem bereinigten Betriebsergebnis von 261 Millionen Euro. Der deutsche Konzern wird nun das Angebot von Jindal Steel prüfen – mit besonderem Fokus auf finanzielle Stabilität, grüne Transformation und den Schutz der Belegschaft.

Jindal Steel, einer der größten integrierten Stahlhersteller Indiens, ist auch in Afrika und Australien aktiv. Das Unternehmen erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 12 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von 22 Prozent. Sollte die Übernahme gelingen, würde Thyssenkrupp Steel unter der Führung von Jindal zum größten klimafreundlichen Stahlproduzenten Europas aufsteigen.

Der indische Konzern hat zusätzliche Investitionen in Höhe von über zwei Milliarden Euro zugesagt. Dazu gehört die Fertigstellung des Direktreduktionswerks (DRI) in Duisburg, ein zentrales Projekt für die CO₂-arme Stahlproduktion. Die Gewerkschaft IG Metall unterstützt das Angebot und bewertet es als positive Nachricht für die Beschäftigten.

Ursprünglich hatte Thyssenkrupp ein Joint Venture mit Křetínský angestrebt, der weiterhin 20 Prozent an dem Unternehmen hält. Beide Seiten behalten sich jedoch vor, den Verkauf rückgängig zu machen, was dem Prozess Unsicherheit verleiht.

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Thyssenkrupp wird das Angebot von Jindal Steel nun an seinen strategischen Zielen messen. Die Entscheidung wird finanzielle Vorteile, Umweltverpflichtungen und Arbeitsplatzgarantien abwägen. Eine endgültige Einigung könnte die europäische Stahlindustrie neu ordnen und Thyssenkrupps grüne Wende beschleunigen.

Quelle