Jäger im Kreis Herford müssen mit längeren Wartezeiten für Jagdscheine rechnen
Elsa SteyJäger im Kreis Herford müssen mit längeren Wartezeiten für Jagdscheine rechnen
Jäger im Kreis Herford müssen sich auf strengere Kontrollen und längere Wartezeiten für Genehmigungen einstellen. Neue Bundesgesetze haben das Verfahren für Anträge verändert und zusätzliche Schritte sowie Verzögerungen eingeführt. Aktuell verfügen rund 2.400 lizenzierte Jäger in der Region über gültige Jagdscheine, doch Verlängerungen und Neuanträge werden künftig mehr Zeit in Anspruch nehmen als bisher.
Die Änderungen ergeben sich aus dem Gesetz zur Verbesserung der inneren Sicherheit und des Asylsystems, das das Waffengesetz und das Bundesjagdgesetz aktualisiert hat. Antragsteller müssen nun erweiterte Zuverlässigkeitsprüfungen durchlaufen. Wer in den letzten zehn Jahren aus einem anderen Bundesland nach Herford gezogen ist, wird besonders gründlich überprüft.
Die Bearbeitungszeiten haben sich deutlich verlängert. Noch vor zwei Jahren wurden Anträge oft innerhalb weniger Tage genehmigt, sofern alle Voraussetzungen erfüllt waren. Jetzt muss die zuständige Jagdbehörde des Kreises in jedem Einzelfall die örtliche Polizei und das Zollfahndungsamt einbinden.
Anträge werden online über das Portal der Kreisverwaltung Herford unter dem Menüpunkt "Öffentliche Sicherheit und Einbürgerung" eingereicht. Die Behörde rät Jägern, Verlängerungsanträge bis spätestens 1. Dezember 2025 zu stellen, wenn ihre Genehmigungen am 31. März 2026 auslaufen. Jährlich werden im Kreis bis zu 500 Jagdscheine verlängert oder neu ausgestellt – exakte Zahlen für 2024 unter den neuen Regelungen liegen jedoch noch nicht vor.
Offizielle Auskünfte erteilt die Untere Jagdbehörde Herford (Ansprechpartnerin: Frau Rieck-Krieter, Tel.: 05221 13-2680, E-Mail: [email protected]).
Ziel der verschärften Regeln ist eine bundesweit strengere Überwachung von Jagdgenehmigungen. Jäger im Kreis Herford müssen sich aufgrund der längeren Bearbeitungszeiten frühzeitig um ihre Anträge kümmern. Die Behörde bearbeitet zwar weiterhin bis zu 500 Anträge pro Jahr, doch mit Verzögerungen ist unter dem neuen System zu rechnen.






