19 March 2026, 14:30

Jan Böhmans provokante Kunstschau im HKW: Satire trifft auf Politik und Butter-Kohl

Plakat für den Salon des Humoristes in Paris mit einer Frauengesicht umgeben von einer Menge, mit Text, der das Ereignis beschreibt.

Jan Böhmans provokante Kunstschau im HKW: Satire trifft auf Politik und Butter-Kohl

"Die Möglichkeit der Irrationalität": Jan Böhmans provokante Schau im Berliner Haus der Kulturen der Welt

Das Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW) zeigt derzeit "Die Möglichkeit der Irrationalität", eine mutige neue Ausstellung des Satirikers Jan Böhmann. Die bis zum 19. Oktober laufende Schau verbindet Satire, Politik und Spektakel – und überträgt den provokanten Stil seiner ZDF-Late-Night-Sendung in den physischen Raum. Besucher erwarten Exponate von einer riesigen Butterbüste Helmut Kohls bis zu einer versunkenen Freiheitsstatue, kuratiert neben Böhmanns "Royal Group".

Böhmann, bekannt für seinen scharfen Witz und seine polarisierende TV-Präsenz, empfängt Gäste persönlich – lässig gekleidet und mit der typischen Unbekümmertheit. Die Ausstellung verwandelt die Themen seiner Late-Night-Show in ein interaktives Erlebnis. Ein Höhepunkt ist die aufblasbare, halb im HKW-Teich versunkene Freiheitsstatue – ein Symbol für seine Kritik an der US-Demokratie unter Figuren wie Donald Trump. Im Inneren finden sich Trump-Marken-Haarkuren und mit Kaninchen bestickte Handtücher von René Benko – Trophäen dessen, was Böhmann als Schurkenstreich inszeniert.

Vom Dach des HKW aus können Besucher durch ein Teleskop- und Spiegelsystem Kanzler Friedrich Merz bei der Arbeit beobachten – eine Echtzeit-Persiflage auf die Politik. Das Zentrum der Schau bildet die turmhohe Butterskulptur Helmut Kohls, die den respektlosen Ton der Ausstellung unterstreicht. Eintrittskarten kosten 15 Euro; wie die deutsche Kulturpolitik auf die umstrittenen Themen reagiert, bleibt vorerst offen.

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Böhmanns langjährige Trump-Kritik, sonst in seiner ZDF-Sendung zu sehen, nimmt hier greifbare Form an. Die Mischung aus Humor, Absurdität und politischen Seitenhieben zieht bereits sowohl Fans als auch Skeptiker an – ganz wie die gespaltenen Reaktionen auf seine TV-Arbeit.

Die Ausstellung ist täglich bis zum 19. Oktober geöffnet und bietet ein Wechselspiel aus Spektakel und Satire. Böhmanns Verbindung von Interaktivität und politischer Kommentierung konfrontiert die Besucher direkt mit seinem provokanten Stil. Ob die Schau nun Debatten entfacht oder schlicht unterhält – ihr kühner Ansatz lässt niemanden kalt.

Quelle