Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten drohen hohe Strafen und Schadensersatzforderungen
Sergio KarzKlimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten drohen hohe Strafen und Schadensersatzforderungen
Klimaschutzaktivisten sehen sich nach Protesten am Flughafen Köln/Bonn mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert. Wegen zweier getrennter Vorfälle im Juli und August wurden Anklagen beim Amtsgericht Köln eingereicht. Flughafen und Airlines fordern nun Schadensersatz für die verursachten Behinderungen im Betriebsablauf.
Am 24. Juli 2024 hatten sich nach Angaben der Ermittler fünf Aktivisten auf eine Startbahn geklebt und so den Flugverkehr für drei Stunden lahmgelegt. Jeder der Beteiligten muss nun mit einer Rechnung in Höhe von etwa 4.100 Euro für ihre Rolle bei dem Vorfall rechnen. Die Flughafenbetreiber beziffern die vorläufigen Schäden durch diese Aktion auf rund 125.000 Euro.
Ein zweiter Protest folgte am 15. August: Zwei Aktivisten befestigten sich an einer Zufahrtsstraße zu einer Startbahn und unterbrachen den Betrieb für etwa eine Stunde. Zwei weitere Beteiligte dieser Aktion müssen mit Forderungen von knapp 3.250 Euro pro Person rechnen.
Insgesamt werden sechs Personen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs in den beiden Fällen angeklagt. Auch die Fluggesellschaft Eurowings kündigte an, Schadensersatz zu verlangen, und beziffert ihre vorläufigen Verluste auf fast 284.000 Euro. Über eine formelle Verfahrenseinleitung oder Termine für mögliche Prozesse wurde noch nicht entschieden.
Der Flughafen behält sich vor, weitere Ansprüche für beide Vorfälle geltend zu machen. Die Aktivisten bleiben für die finanziellen und betrieblichen Folgen ihrer Aktionen haftbar. Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber prüfen weiterhin das volle Ausmaß der entstandenen Schäden.






