Koblenzer Kultclub Agostea lebt in skurrilen Auktionen weiter – doch was wird aus dem Gebäude?
Sergio KarzKoblenzer Kultclub Agostea lebt in skurrilen Auktionen weiter – doch was wird aus dem Gebäude?
Fans und Sammler stürzen sich derzeit auf Erinnerungsstücke des legendären Koblenzer Nachtclubs Agostea. Das einstige Kulturdenkmal hat seine Türen geschlossen, doch durch eine Reihe von Auktionen lebt sein Erbe weiter. Von skurrilen Kuriositäten bis zu ikonischen Einrichtungselementen finden die Stücke nun neue Besitzer in ganz Europa.
Bei der ersten Versteigerung Ende März gingen ungewöhnliche Objekte unter den Hammer, darunter eine Ritterrüstung und eine Slush-Eis-Maschine. Bieter aus Belgien, Rumänien und der Schweiz beteiligten sich eifrig, um sich ein Stück Clubgeschichte zu sichern. Ein Ingenieur reiste sogar extra aus Zürich an, um seine neu ersteigerte Slush-Eis-Maschine abzuholen.
Derzeit läuft eine zweite Auktion, bei der bis zum 13. Mai über 100 weitere Objekte angeboten werden – darunter eine klassische Discokugel, eine Konfettikanone und ein Massagetisch. Auch lokale Unternehmen in Koblenz haben sich Andenken gesichert, sodass das Erbe des Clubs in der Stadt erhalten bleibt.
Die Zukunft des Agostea-Geländes selbst ist jedoch noch ungewiss. Zwar wurde ein gastronomisches Konzept ins Spiel gebracht, doch über Betreiber oder Format wurde noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Die Pläne für eine Neunutzung des Raums sind in Arbeit, aber bisher gibt es keine Bestätigungen.
Die Auktionen geben Fans eine letzte Gelegenheit, sich mit der Vergangenheit der Agostea zu verbinden. Viele Stücke bleiben in Koblenz, andere verteilen sich über Europa. Fürs Erste bleibt das nächste Kapitel des Gebäudes ungeschrieben – die Gemeinschaft wartet auf Neuigkeiten über seine künftige Nutzung.






