Kriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: Gewaltdelikte verdoppelt in fünf Jahren
Sergio KarzKriminalität an NRW-Bahnhöfen explodiert: Gewaltdelikte verdoppelt in fünf Jahren
Kriminalität an Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist in den vergangenen fünf Jahren stark angestiegen. Offizielle Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg der Straftaten, darunter gewalttätige Übergriffe und Sexualdelikte, zwischen 2020 und 2025.
Insgesamt stieg die Kriminalität an NRW-Bahnhöfen in diesem Zeitraum um 57 Prozent. Gewaltdelikte verdoppelten sich nahezu – von 2.325 Fällen im Jahr 2020 auf 4.711 im Jahr 2025. Auch Sexualstraftaten nahmen stark zu: Ihre Zahl erhöhte sich von 169 auf 442 im selben Zeitraum.
Am stärksten betroffen war der Kölner Hauptbahnhof, der sowohl 2020 als auch 2025 die traurige Spitzenposition einnahm. Dortmund belegte 2025 den zweiten Platz, gefolgt von Düsseldorf und Essen. Münster blieb während des gesamten Zeitraums auf Rang fünf, während Gelsenkirchen, Duisburg und Oberhausen 2025 die Top Acht komplettierten.
Die Kriminalitätsrate erreichte 2023 ihren Höhepunkt, seither ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Gleichzeitig stieg die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen von 2020 bis 2025 um 32 Prozent. Ein Polizeisprecher wies darauf hin, dass eine verstärkte Präsenz der Beamten und strengere Kontrollen zu den höheren Fallzahlen beigetragen haben könnten.
Die Daten zeigen einen klaren Aufwärtstrend bei den gemeldeten Straftaten an NRW-Bahnhöfen. Zwar wurden mehr Tatverdächtige identifiziert, und in einigen Deliktbereichen ist nach dem Höchststand ein Rückgang zu beobachten. Die Behörden führen einen Teil des Anstiegs auf bessere Überwachung und konsequentere Strafverfolgung zurück.






