Lufthansa und Airbus revolutionieren Pilotentraining mit Virtual-Reality-Technologie
Hans-Werner RöhrichtLufthansa und Airbus revolutionieren Pilotentraining mit Virtual-Reality-Technologie
Lufthansa Group und Airbus stellen neues Virtual-Reality-Trainingsprogramm für Piloten vor
Auf dem Digitalgipfel der Bundesregierung in Jena haben die Lufthansa Group und Airbus ein neues Virtual-Reality-Trainingswerkzeug für Piloten präsentiert. Das als Virtual Procedure Trainer bezeichnete System nutzt ein VR-Headset und einen Laptop, um eine realistische 3D-Cockpit-Umgebung zu schaffen. Ziel ist es, die Pilotenschulung effizienter und individueller zu gestalten.
Die ersten beiden Testinstallationen sind bereits in Frankfurt und Wien eingerichtet worden. An diesen Standorten wird nun die Nutzerakzeptanz überprüft und erforscht, wie sich die Technologie in die bestehenden Schulungsprogramme der Lufthansa integrieren lässt.
Der Virtual Procedure Trainer bietet Piloten eine immersive Sicht auf ein Flugzeugcockpit, das derzeit auf der A320-Familie basiert. So können sie Standardabläufe in einer kontrollierten, wiederholbaren Umgebung üben, bevor sie zu fortgeschritteneren Trainingsphasen übergehen. Die Software läuft mit gängiger VR-Ausstattung und ist auch über eine iPad-App nutzbar, was sie flexibel für verschiedene Einsatzorte macht.
An der Weiterentwicklung der Software arbeiten die Lufthansa Aviation Training, die Fluggesellschaften der Lufthansa Group und Airbus gemeinsam. Ihr Ziel ist es, das Programm in die Musterberechigungskurse für alle unterstützten Flugzeugtypen zu integrieren – inklusive künftiger Erweiterungen für Langstreckenmodelle wie die A330 und A350.
Auf dem Digitalgipfel besuchten mehrere Politiker – darunter Dr. Volker Wissing, Stefan Schnorr, Dr. Franziska Brantner und Daniela Kluckert – den gemeinsamen Messestand, um sich das VR-Training in Aktion anzusehen. Matthias Spohr, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Aviation Training, bezeichnete den Gipfel als ideale Plattform, um diese Innovation vorzustellen.
Fabrice Hamel, Vice President Flight Operations & Training bei Airbus, betonte das positive Feedback der Nutzer bislang. Die realistische Simulation lasse sich an das individuelle Lerntempo jedes Piloten anpassen, reduziere den Bedarf an physischen Cockpit-Trainings und senke so die Schulungskosten.
Die Testphase in Frankfurt und Wien wird zeigen, wie gut sich das VR-System in das bestehende Schulungskonzept der Lufthansa einfügt. Bei Erfolg könnte die Technologie zu einem Standardwerkzeug für die Pilotenausbildung auf verschiedenen Flugzeugtypen werden.
Die Partnerschaft zwischen Lufthansa und Airbus konzentriert sich weiterhin auf die Erweiterung der Softwarefunktionen, wobei in naher Zukunft auch weitere Langstreckenmodelle einbezogen werden sollen.






