17 March 2026, 02:17

Maria Kalesnikava nimmt den Karlspreis 2022 endlich in Aachen entgegen

Ein rotes und weißes Kissen mit den Worten "Gerechtigkeit für Belarus" darauf gegen einen weißen Hintergrund.

Maria Kalesnikava nimmt den Karlspreis 2022 endlich in Aachen entgegen

Maria Kalesnikava erhält endlich den Karlspreis in Aachen

Die bekannte belarussische Bürgerrechtlerin Maria Kalesnikava hat am vergangenen Wochenende in Aachen den Internationalen Karlspreis entgegennehmen können. Die Auszeichnung war ihr zwar bereits 2022 zuerkannt worden, doch aufgrund ihrer Inhaftierung in Belarus konnte sie damals nicht an der Verleihung teilnehmen. Nun, in Deutschland im Exil lebend, sprach sie über ihre Hoffnungen für ihre Heimat und den anhaltenden Kampf um Demokratie.

Offiziell geehrt wurde Kalesnikava am Samstag – vier Jahre nach der Bekanntgabe der Preisträger. Den Karlspreis 2022 teilte sie sich mit den Mitaktivistinnen Veronika Zepkalo und Swjatlana Zichanouskaja, die ebenfalls für ihren Einsatz für demokratische Rechte in Belarus ausgezeichnet wurden. Der weitere Preisträger von 2022, Mario Draghi, wird seine Ehrung im Mai erhalten.

In einem Interview betonte Kalesnikava die Notwendigkeit europäischer Solidarität mit dem belarussischen Volk. Sie rief Regierungen dazu auf, oppositionelle Gruppen zu unterstützen, die im Land weiterhin Widerstand gegen die Diktatur leisten. Die Aktivistin erinnerte sich zudem an frühere Besuche in Aachen und lobte die reiche Geschichte der Stadt sowie ihr Engagement, bedeutende Momente zu bewahren.

Der Karlspreis würdigt ihr Wirken für die europäische Einheit und die Verteidigung demokratischer Werte. Trotz jahrelanger Haft bleibt ihr Ziel unverändert: ein freies und demokratisches Belarus. In ihrer Rede unterstrich sie, wie entscheidend internationale Unterstützung für einen Wandel ist.

Die verspätete Annahme des Preises markiert einen wichtigen Moment in Kalesnikavas Engagement. Gemeinsam mit europäischer Rückendeckung setzt sie sich weiterhin für demokratische Reformen in Belarus ein. Die Feierlichkeiten in Aachen waren dabei sowohl Anerkennung ihrer bisherigen Kämpfe als auch ein Aufruf zum weiteren Handeln.

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