30 May 2026, 12:16

Massive Klimaproteste im Ruhrgebiet: Aktivist:innen blockieren Kraftwerke und Gleise

Größter Pipeline-Hersteller besetzt

Massive Klimaproteste im Ruhrgebiet: Aktivist:innen blockieren Kraftwerke und Gleise

Klimaschutzaktivist:innen haben im Ruhrgebiet eine Reihe von Protesten gegen den Ausbau fossiler Gasinfrastrukturen inszeniert. Am Freitag beteiligten sich rund 1.500 Menschen an koordinierten Aktionen, die sich gegen zentrale Industrieanlagen richteten. Organisiert wurden die Demonstrationen vom antikapitalistischen Bündnis Ende Gelände, das für Samstag weitere großangelegte Proteste ankündigte.

In Gelsenkirchen blockierten Aktivist:innen das Kraftwerk Scholven, wo derzeit der Bau einer neuen Gaseinheit geplant ist. Einige von ihnen installierten vor Ort Solarpaneele, um auf erneuerbare Alternativen aufmerksam zu machen. Unterdessen bestätigte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ein polizeiliches Verbot für eine separate Protestaktion am Kraftwerk Gersteinwerk – die Organisator:innen kündigten jedoch an, die Demonstration trotzdem durchzuführen, möglicherweise mit einem verlegten Startpunkt in der Nähe von Hamm.

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Eine weitere Gruppe unterbrach in Mülheim den Schichtwechsel am Hüttenwerk Friedrich Wilhelms Hütte und legte so den Betrieb lahm. An anderer Stelle in der Stadt besetzten Demonstrant:innen Gleisanlagen des Europipe-Werks, Europas größtem Hersteller für Pipeline-Rohre. In Hamm zogen Aktivist:innen in Richtung Hauptbahnhof und trugen Transparente mit Parolen wie „Energiekonzerne enteignen!“.

Für Samstag sind weitere Proteste geplant, an denen sich Tausende beteiligen sollen – darunter eine Großdemonstration, die von Umweltverbänden und der Klimaaktivistin Greta Thunberg unterstützt wird.

Die Aktionen richten sich gegen verschiedene Industrieanlagen, von Kraftwerken bis zu Pipeline-Herstellern. Da die Organisator:innen gerichtliche Auflagen ignorieren und weitere Proteste ankündigen, könnte sich die Konfrontation zwischen Aktivist:innen und Behörden weiter zuspitzen. Die Demonstration am Samstag dürfte noch mehr Menschen mobilisieren und die Welle des Widerstands gegen fossile Energieprojekte verstärken.

Quelle