14 April 2026, 10:20

Mindestlohn steigt bis 2027 auf 14,60 Euro – was das für Löhne und Preise bedeutet

Plakat mit Dollarnoten-Abbildung und Text "Es ist Zeit, Lohnlücken zu schließen, Männer verdienen den ganzen Dollar" zur Hervorhebung der Lohnungleichheit.

Mindestlohn steigt bis 2027 auf 14,60 Euro – was das für Löhne und Preise bedeutet

Mindestlohn in Deutschland steigt bis 2027 auf 14,60 Euro

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland wird bis 2027 schrittweise auf 14,60 Euro pro Stunde steigen. Die nächste geplante Erhöhung im Januar 2026 bringt den Stundenlohn auf 13,90 Euro. Unternehmen bereiten sich bereits auf die finanziellen Folgen vor – manche warnen vor höheren Preisen für Kunden.

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Eingeführt wurde der Mindestlohn 2015 mit 8,50 Euro pro Stunde. 2022 stieg er auf 12 Euro, aktuell liegt er bei 12,82 Euro. Die nächste Anpassung 2025 könnte bis zu 6,6 Millionen Beschäftigte begünstigen.

Ökonomen prognostizieren, dass die rund zehnprozentige Lohnerhöhung die Verbraucherpreise um 6,8 bis 7,8 Prozent steigen lässt. In Lünen plant eine Friseurin, die Preise für Dienstleistungen um vier bis sechs Prozent zu erhöhen, um die höheren Lohnkosten auszugleichen. Die Salonbesitzerin warnt zudem, dass qualitativ hochwertige Betriebe, die ohnehin über dem Mindestlohn zahlen, mit Billiganbietern nicht mithalten können.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks bezeichnete die Erhöhungen für 2026 und 2027 als "ausgewogen und verkraftbar". Die Friseurin aus Lünen erwartet jedoch langfristig weniger Auszubildende – die Branche stehe vor anhaltenden Herausforderungen.

2026 wird der Mindestlohn zunächst auf 13,90 Euro steigen, bevor er 2027 auf 14,60 Euro klettert. Betriebe wie Friseursalons passen bereits ihre Preise an, um die höheren Kosten zu stemmen. Die Änderungen werden Millionen Beschäftigte und Verbraucher im ganzen Land betreffen.

Quelle