Moers' Bürgermeisterin stärkt Erinnerung an jüdisches Leben mit neuer Broschüre
Gernot GertzMoers' Bürgermeisterin stärkt Erinnerung an jüdisches Leben mit neuer Broschüre
Bürgermeisterin Julia Zupancic hat offiziell die Schirmherrschaft über die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers übernommen. Die Bekanntgabe erfolgte während eines Treffens mit dem Vorstand des Vereins, bei dem sie ihre Entschlossenheit betonte, das Gedenken an das jüdische Leben in der Stadt zu bewahren.
Die Gesellschaft stellte zudem eine neue Bildungsbroschüre mit dem Titel "Spuren jüdischen Lebens" vor, die die wenigen noch sichtbaren Zeugnisse der jüdischen Geschichte Moers' beleuchtet.
Das jüngste Projekt des Vereins, die Broschüre "Spuren jüdischen Lebens", bietet detaillierte Einblicke in die frühe jüdische Gemeinde der Stadt. Sie thematisiert die ehemalige Synagoge, die Stolpersteine als Mahnmale sowie die Deportationen während der NS-Zeit. Die Publikation ist ab sofort für drei Euro in verschiedenen öffentlichen Einrichtungen der Stadt erhältlich.
Die Einbindung jüngerer Generationen ist zu einem zentralen Anliegen des Vereins geworden. Lehrer Daniel Schirra und sein ehemaliger Schüler Julian Müller, beide Vorstandsmitglieder, spielen dabei eine Schlüsselrolle. Durch ihr Engagement wurden regelmäßige Kooperationen mit örtlichen Schulen ausgebaut, um Schülerinnen und Schülern die jüdische Geschichte der Stadt näherzubringen.
Die Arbeit der Gesellschaft hat in den letzten Jahren überregionale Anerkennung gefunden. Dank bundesweiter Vernetzung gelang es, die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille nach Moers zu holen – eine Auszeichnung, die zuvor an Persönlichkeiten wie Heinz Kremers und Nikolaus Schneider für ihr Wirken im christlich-jüdischen Dialog vergeben wurde. Bürgermeisterin Zupancic unterstrich zudem ihr Bekenntnis zum Kampf gegen Antisemitismus und zur Bewahrung des Gedenkens an das jüdische Leben in der Region.
Mit der Übernahme der Schirmherrschaft durch die Bürgermeisterin beginnt für den Verein eine neue Phase. Durch Bildungsmaterialien, Schulpartnerschaften und kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit erweitert die Gesellschaft ihre Reichweite und Wirkung.
Die Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" ist für drei Euro öffentlich zugänglich. Die Bemühungen des Vereins, gestützt durch das Engagement von Bürgermeisterin Zupancic, zielen darauf ab, das Verständnis für die jüdische Geschichte Moers' zu vertiefen. Mit Schulprogrammen und Bildungsangeboten setzt sich die Gesellschaft dafür ein, dass diese Geschichte sichtbar bleibt und nicht in Vergessenheit gerät.






