Mönchengladbach senkt CO₂-Ausstoß – doch Energiekosten steigen um 53 Prozent
Elsa SteyMönchengladbach senkt CO₂-Ausstoß – doch Energiekosten steigen um 53 Prozent
CO₂-Ausstoß in Mönchengladbacher kommunalen Gebäuden leicht gesunken – Energiekosten explodieren
Im vergangenen Jahr verzeichneten die städtischen Gebäude in Mönchengladbach einen leichten Rückgang der CO₂-Emissionen, doch die Energiekosten stiegen stark an. Der CO₂-Fußabdruck der Stadt sank 2024 um 0,33 Prozent, während die Ausgaben für Energie aufgrund steigender Erdgaspreise um 53 Prozent in die Höhe schossen. Nun hat die Verwaltung Pläne vorgelegt, um den Verbrauch in den kommenden vier Jahren zu senken und die Infrastruktur zu modernisieren.
Die Gesamtemissionen der kommunalen Gebäude beliefen sich 2024 auf 16.643 Tonnen CO₂-Äquivalente – ein minimaler Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Der Stromverbrauch blieb mit 13,32 Millionen Kilowattstunden (kWh) nahezu konstant, während der Erdgasverbrauch um 2 Prozent auf 50,4 Millionen kWh sank. Der Heizölverbrauch normalisierte sich nach den Hamsterkäufen im Jahr 2022 und lag bei 6 Millionen kWh.
Schulen als größte Energiefresser Mit Abstand die höchsten Verbräuche wiesen Schulen auf: Sie machten 49 Prozent des Stroms, 62,5 Prozent des Erdgases und 68 Prozent des Heizöls aus, das in allen städtischen Liegenschaften verbraucht wurde. Zudem investierte die Stadt 850.000 Euro in die Modernisierung von Beleuchtungsanlagen, wobei die Hälfte der Kosten durch Bundesfördermittel gedeckt wurde.
Modernisierungsoffensive bis 2028 Von 2026 bis 2028 plant der Stadtrat die Installation neuer Heizsysteme, die Sanierung von Gebäuden und den Ausbau von Solaranlagen. Veraltete Stromzähler sollen ersetzt werden, während Verbrauchsdaten zu Wasser, Wärme und Strom in einer zentralen digitalen Plattform zusammenlaufen. Zudem wird eine Energiemanagement-Software eingeführt, um den Verbrauch effizienter zu überwachen. Bereits in den letzten zwei Jahren hat das städtische Energiemonitoring-Team seine Kapazitäten ausgebaut, um die Verbräuche genauer zu kontrollieren.
Die Energiekosten der Stadt kletterten 2024 auf 10,7 Millionen Euro – vor allem wegen der gestiegenen Gaspreise. Die geplanten Maßnahmen zielen darauf ab, langfristig sowohl die Kosten als auch die Emissionen zu reduzieren. Konkrete Schritte wie Heizungsmodernisierungen, Solaranlagen und intelligente Messsysteme sollen in den nächsten vier Jahren umgesetzt werden.






