Mönchengladbach setzt auf mehr Fußgängersicherheit in der dunklen Jahreszeit
Sergio KarzMönchengladbach setzt auf mehr Fußgängersicherheit in der dunklen Jahreszeit
Mönchengladbacher Polizei intensiviert Maßnahmen für mehr Fußgängersicherheit in der dunklen Jahreszeit
Im Rahmen einer landesweiten Kampagne hat die Polizei Mönchengladbach ihre Anstrengungen verstärkt, um die Sicherheit von Fußgängern in den dunkleren Monaten des Jahres zu verbessern. Beamte führten gezielte Kontrollen in der Nähe von Schulen und belebten Innenstadtbereichen durch. Die Aktion umfasste zudem Bürgerdialoge und die Verteilung von Sicherheitsartikeln an besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer.
Die Initiative lief vom 27. Oktober bis zum 2. November und war Teil der "Woche der Verkehrssicherheit" in Nordrhein-Westfalen. In dieser Zeit konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf Bereiche, in denen Fußgänger einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind – insbesondere in den Monaten Oktober bis Januar, wenn die Tageslichtstunden deutlich abnehmen.
Bei den Kontrollen wurden insgesamt 113 Verkehrsverstöße registriert, darunter Delikte, die direkt die Fußgängersicherheit beeinträchtigten, aber auch andere Verstöße wie Fahren ohne Führerschein oder die Nutzung unversicherter E-Scooter. Die Polizei sprach 49 Verwarnungen aus, leitete ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein und erstattete zwei Strafanzeigen.
Neben den Kontrollen setzte die Polizei auf Prävention: Durch Gespräche mit Passanten und praktische Hilfestellungen wurden reflektierende Schnapparmbänder an Kinder und junge Fußgänger verteilt, um ihre Sichtbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen zu erhöhen. Eltern vor Ort begrüßten die Aktion und äußerten sich durchweg positiv über das Engagement für mehr Sicherheit.
Anlass für die verstärkten Maßnahmen sind besorgniserregende Zahlen aus dem Jahr 2024: In Mönchengladbach kam es zu 136 Unfällen mit Fußgängerbeteiligung, vier davon endeten tödlich.
Die Kampagne unterstreicht die anhaltenden Gefahren für Fußgänger, insbesondere im Herbst und Winter. Durch die Kombination aus Kontrollen, Aufklärung und praktischen Sicherheitsmaßnahmen wollen die Behörden die Unfallzahlen in Risikozeiten senken. Die Rückmeldungen von Eltern und Bürgern deuten auf eine breite Unterstützung für weitere Initiativen in diesem Bereich hin.






