Münster senkt CO₂-Emissionen um 37 Prozent – doch das Budget ist fast aufgebraucht
Elsa SteyMünster senkt CO₂-Emissionen um 37 Prozent – doch das Budget ist fast aufgebraucht
Münster hat seine Treibhausgasemissionen seit 1990 um 37 Prozent reduziert. Pro Kopf lagen die Emissionen 2024 bei etwa der Hälfte des Wertes von vor drei Jahrzehnten. Die jüngsten Zahlen der Stadt zeigen einen deutlichen Rückgang sowohl beim Energieverbrauch als auch beim CO₂-Ausstoß – allein in den vergangenen zwei Jahren.
Zwischen 2023 und 2024 sanken Münsters CO₂-Emissionen um rund 140.000 Tonnen, sodass sich die Gesamtmenge auf 1,65 Millionen Tonnen belief. Der Energieverbrauch ging ebenfalls auf 85 Prozent des Niveaus von 1990 zurück – ein Rückgang um vier Prozentpunkte innerhalb nur eines Jahres.
Erneuerbare Energien decken mittlerweile etwa 24 Prozent des Strombedarfs der Stadt. Besonders die Solarenergie verzeichnet ein rasantes Wachstum, vor allem bei Wohngebäuden. Tatsächlich hat Münster in den letzten vier Jahren genauso viel Photovoltaik-Leistung installiert wie in den beiden Jahrzehnten davor.
Trotz dieser Fortschritte ist das verbleibende CO₂-Budget der Stadt, um die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, nahezu aufgebraucht. Zudem stieg der Emissionsfaktor des deutschen Strommixes 2024 wieder auf das Niveau von 2020 an – ein Hinweis auf übergeordnete Herausforderungen bei der nachhaltigen Fortführung der Erfolge. Zwar unterstreichen Großprojekte wie die von den Stadtwerken betriebene PV-Anlage sowie kleinere Dachinstallationen bei den Wasserwerken Westfalen die lokalen Bemühungen, doch detaillierte sektorübergreifende Statistiken fehlen weiterhin.
Die Emissionen Münsters liegen derzeit bei 63 Prozent des Wertes von 1990. Die deutlichen Rückgänge der letzten Jahre sind auf einen geringeren Energiebedarf sowie den Ausbau erneuerbarer Energien zurückzuführen. Angesichts des fast erschöpften CO₂-Budgets werden jedoch weitere Einsparungen entscheidend sein, um die langfristigen Klimaziele zu erreichen.






