01 April 2026, 00:39

"Nein heißt Nein!": NRW-Städte tanzen gegen Gewalt an Frauen

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem Banner, auf dem "Solidarität und Feminismus" steht, die Straße entlang.

Tanz-Aktionen in Städten - Zeichen gegen Gewalt an Frauen - "Nein heißt Nein!": NRW-Städte tanzen gegen Gewalt an Frauen

Städte in ganz Nordrhein-Westfalen schließen sich dieser Woche einer weltweiten Bewegung an, um gegen Gewalt gegen Frauen zu protestieren. Die Kampagne "One Billion Rising", die in diesem Jahr ihr 12. Jubiläum feiert, bringt Menschen durch Tanz und Solidarität zusammen. Das diesjährige Motto "Nein heißt Nein! Auch während des Karnevals!" unterstreicht die Dringlichkeit von Einverständnis in allen Lebensbereichen.

Die Initiative wurde 2012 von der US-amerikanischen Feministin und Künstlerin Eve Ensler ins Leben gerufen. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf eine erschütternde Realität: Milliarden Frauen weltweit erleben in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt. Im Laufe der Jahre haben sich die Proteste auf 200 Länder ausgeweitet, wobei Deutschland mit Städten wie Duisburg, Detmold, Dortmund und Saarbrücken eine zentrale Rolle spielt.

Obwohl soziale Medien globalen Aktivismus erleichtern, betonen die Organisator:innen die Bedeutung von Präsenz vor Ort. Öffentliche Plätze werden zu Bühnen des Widerstands – mit Tanz als Kern der Bewegung. Die diesjährige Hymne "Women on Fire" ("Frauen in Flammen") animiert Teilnehmer:innen dazu, eigene Tanzvideos als Teil des Protests zu teilen.

In zahlreichen deutschen Städten – von Viersen und Krefeld bis Mainz und Halle (Saale) – finden Kundgebungen statt. Die Veranstaltung in Siegburg steht unter dem Motto "Nein heißt Nein! Auch während des Karnevals!" und verknüpft die Botschaft mit lokalen Traditionen, während sie gleichzeitig Respekt vor Grenzen einfordert.

Die Kampagne wächst weiter: Mindestens 27 Länder haben für dieses Jahr Proteste bestätigt. Durch die Kombination von Online-Reichweite und Straßenaktionen wollen die Organisator:innen den Druck auf Regierungen und Gemeinschaften aufrechterhalten. Das Ziel bleibt unverändert: Gewalt gegen Frauen und Mädchen durch kollektives Handeln beenden.

AKTUALISIERUNG

Germany's One Billion Rising 2026 Mobilizes 19,000 Across 158 Cities

New data reveals the scale of Germany's One Billion Rising protests. As of March 2026:

  • 19,000 participants joined demonstrations in 158 cities on the February 14 action day.
  • A second nationwide action is confirmed for July 30, 2026.
  • The global campaign adopted a distinct motto: "For our Bodies, our Earth, our Future."