Nnamdi Collins gibt vielbeachtetes DFB-Debüt gegen die Slowakei
Nnamdi Collins gab sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft am 2. September 2023 im Spiel gegen die Slowakei. Der Verteidiger stand als einzige Option für die rechte Außenbahn in der Startelf von Bundestrainer Julian Nagelsmann – und zog mit seiner Leistung Aufmerksamkeit auf sich, auch wenn seine Spielzeit nur 45 Minuten währte.
Nagelsmann hatte Collins erstmals für die Länderspielpause im September nominiert. Im Spiel gegen die Slowakei setzte er den jungen Abwehrspieler von Beginn an ein, ersetzte ihn zur Halbzeit jedoch durch Maximilian Mittelstädt, den er auf die rechte Verteidigerposition verschob. Der Slowake David Hancko hatte zuvor gegen Collins das 1:0 für seine Mannschaft erzielt.
Nach der Partie nahm Markus Krösche, Sportdirektor von Eintracht Frankfurt, Collins’ Debüt in Schutz. Gleichzeitig äußerte er sich zu grundsätzlichen Problemen im deutschen Fußball und bezeichnete das Fehlen eines echten „Neuner“-Stürmers als einen der Hauptgründe für die jüngsten Schwächen der Nationalmannschaft. Krösche plädierte dafür, im Nachwuchsbereich stärker auf die Ausbildung von Spezialisten statt auf taktische Flexibilität zu setzen.
Collins’ kurzer, aber bemerkenswerter Auftritt blieb ein prägender Moment in der aktuellen Phase der DFB-Elf. Nagelsmann stellte seine Defensive später um und setzte in einem weiteren Spiel gegen Nordirland auf eine Dreierkette. Die Debatte über Nachwuchsförderung und spezialisierte Rollen hält unter den Verantwortlichen des deutschen Fußballs weiterhin an.
