NRW: Fast 2 Millionen Menschen erhalten Grundsicherung – regionale Unterschiede extrem
Sergio KarzFast jeder Zehnte in NRW bekommt Mindestsicherung - NRW: Fast 2 Millionen Menschen erhalten Grundsicherung – regionale Unterschiede extrem
Neue Zahlen zeigen, dass Ende 2024 fast 2 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen Leistungen der Grundsicherung bezogen – das entspricht etwa jedem neunten Einwohner des Landes. Die Daten verdeutlichen zudem erhebliche regionale Unterschiede bei den Bezugsquoten in der Region.
Bundesweit sind derzeit rund 5,5 Millionen Menschen auf Bürgergeld angewiesen. Allein in Nordrhein-Westfalen erhielten über 1,55 Millionen Personen diese Unterstützung. Die Gesamtzahl der Grundsicherungsempfänger im Land stieg bis Ende 2024 auf fast 2 Millionen an.
Die Grundsicherung im Alter umfasste bundesweit etwa 321.000 Anspruchsberechtigte. Gleichzeitig sank die Zahl der Asylbewerber, die Leistungen erhielten, um rund 15.100 auf 88.555 Empfänger.
Die regionalen Unterschiede fallen deutlich aus: Gelsenkirchen im Rheinland verzeichnete mit 21,7 Prozent die höchste Quote. Demgegenüber wies der Kreis Borken, insbesondere die Gemeinde Raesfeld, mit nur 3,7 Prozent die niedrigste Rate auf.
Die schwarz-rote Koalition hat Pläne zur Reform des Bürgergelds angekündigt. Geplant sind eine Umbenennung in Grundsicherung sowie strengere Auflagen zur Mitwirkung und verschärfte Sanktionen. Die Grundsicherung umfasst Arbeitslosengeld II, Leistungen für Ältere und Erwerbsgeminderte sowie die Regelleistungen für Asylbewerber.
Die Reformen werden die Verteilung und den Zugang zu den Leistungen neu gestalten. Da fast 11,1 Prozent der Bevölkerung Nordrhein-Westfalens auf diese Zahlungen angewiesen sind, könnten die Änderungen Millionen betreffen. Mit dem strengeren Kurs will die Regierung die Zahl der Leistungsbezieher verringern, ohne die Unterstützung für Bedürftige zu gefährden.






